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Opernhaus Graz#

von Nikol Stopic; BG/BRG Pestalozzi, 5b; Betreuung: Schrötter; 71 Punkte;

Oper in Graz
Opernhaus Graz/Steiermark/Österreich. Bild ist aus Wikicommons, Bild steht unter CC Lizenz.

Das Opernhaus der Stadt Graz ist das zweitgrößte Opernhaus Österreichs. Es befindet sich am Opernring im Zentrum der Stadt Graz.

Geschichte der Grazer Oper:#

Im frühen 17. Jahrhundert gab es bereits Opernaufführungen in Graz. 1736 wurde der erste Theaterbau für Opernaufführungen zur Verfügung gestellt. 1776 wurde das „Nationaltheater“ an der gleichen Stelle, an der heute noch das Grazer Schauspielhaus steht, eröffnet. Es wurde durch seine zahlreichen Opernaufführungen (u.a. auch Mozart „Le nozze di Figaro“ und „Don Giovanni“) bekannt.

1864 wurde dann die „Thalia am Stadtpark“, die zum Vorgänger des heutigen Grazer Opernhauses wurde, gebaut. Das berühmte Architektenduo, Ferdinand Fellner und Hermann Helmer, wurde beauftragt die Planung des Opernhauses zu übernehmen. Besonderer Wert wurde auf den Zuschauerraum gelegt, der im Barock gebaut werden sollte mit den Farben Rot, Weiß und Gold. 1200 Sitzplätze, über 40 Logen und eine reich ausgestattete Inneneinrichtung waren die Kennzeichen der Oper.

Am 16. September 1899 war es dann soweit und das Haus wurde mit Schillers „Wilhelm Tell“ eröffnet. Am Tag darauf wurde mit „Lohengrin“ von Richard Wagner erstmals eine Oper gespielt.

1983 bis 1985 gab es eine umfangreiche Renovierung. Das Opernhaus wurde den modernen bühnentechnischen Entwicklungen angepasst. Das Opernhaus der Stadt Graz wurde zu einem Zentrum der südösterreichischen Musikkultur. Ebenfalls ist das Opernhaus stolzer Träger des Titels „Opernhaus des Jahres 2001“.

Viele berühmte Sänger, Dirigenten und Komponisten sind bereits in der Grazer Oper aufgetreten. Zum Beispiel: Dirigenten Franz Schalk (später Direktor der Wiener Staatsoper), Clemens Krauß und Karl Böhm; Komponist Robert Stolz; Sängerinnen Ljuba Welitsch, Maria Kouba, Hertha Töpper und Angelika Kirchschlager.

Architektur:#

Die Oper ist ein freistehender Theaterbau mit einem vielfältig gegliederten Baukörper. Weil der Standort sich zwischen Altstadt und Neustadt befindet war eine wirkungsvolle Ausrichtung nach allen Seiten wichtig.

Der längliche Baukörper des Opernhauses wird in seine zweckbestimmten Teile gegliedert: Eingangshalle, Auditorium und Bühnenhaus samt Nebenräumen. Dementsprechend wurde auch die Bedachung gestaltet. Bei der Eingangshalle entschied sich das Architektenduo für ein oktogonales Kuppeldach, beim Bühnenhaus für ein Mansardendach und der Zuschauerraum wurde haubenförmig überdacht.

Innenarchitektur und Ausstattung:#

In das Innere des Opernhauses führen drei Haupt- und zwei seitliche Nebeneingänge. Die Treppenhalle ist der Mittelpunkt, weil die Haupt- und die beiden Nebentreppen da zu einer großen, repräsentativen Raumkomposition zusammengefasst werden. Die Haupttreppe besteht aus einem ausladenden Mittellauf und wird von einem Podest in zwei Treppenarme geteilt. Die Verwendung einer zentralen Festtreppe gibt es ebenfalls im Wiener Opernhaus, das dem Grazer Bau als Vorbild diente.

Der barocke Charakter des Gebäudeinneren wird durch die Treppenhalle, mit weißem Marmor, Goldornamenten und skulpturalen Bronzekandelabern an den Balustraden noch verstärkt. An den Wänden und Decken befinden sich vergoldete Stuckverzierungen, die von einem dreiteiligen Deckengemälde durchsetzt sind. Die Decke ist flach gewölbt und fällt zur Bühne hin schräg ab. Der Bühne gegenüber befindet sich ein durchlaufender, zweigeschossiger Balkon.

Recherche zum Thema Opernhaus Graz#

Recherchen von Nikol Stopic



  • Quelle 3: List, Rudolf: Oper und Operette in Graz - Von den Anfängen bis zur Gegenwart. 75 Jahre Grazer Opernhaus, Oberösterreichischer Landesverlag, Ried 1974.