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Parkinson#

von Franz Degen; BRG Körösi, 6c; Betreuung: Rauscher; 72 Punkte;

Die Parkinson-Krankheit, medizinisch als Morbus Parkinson bezeichnet, ist eine langsam fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Bei Morbus Parkinson sterben Zellen einer bestimmten Hirnstruktur ab. Morbus Parkinson zählt somit zu den degenerativen Erkrankungen, die durch eine Rückbildung bestimmter Strukturen gekennzeichnet ist. 1817 beschrieb James Parkinson erstmals die Symptome der Krankheit. Parkinson bezeichnete die Krankheit als Schüttellähmung. Später wurde die Krankheit dann nach seinem Entdecker Morbus Parkinson benannt. Sie ist die häufigste chronische neurologische Krankheit und betrifft etwa ein Prozent der Bevölkerung.

Meistens bricht die Parkinson-Erkrankung zwischen dem 50. und dem 75. Lebensjahr aus. In seltenen Fällen kann sie jedoch auch ab dem 30. Lebensjahr auftreten. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Bei einer Parkinson-Erkrankung kommt es zu mehreren Hauptkennzeichen, die sich durch verschiedene Untersymptome äussern. Ausserdem kann es zu zahlreichen Begleitsymptomen kommen.

Die Hauptsymptome sind:#

  • Bewegungsmangel (= Akinese)
  • Muskelverspannungen (= Rigor)
  • Zittern (= Tremor)

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Parkinson, funktioneller Ablauf. Aus: Wikimedia Commons, verwendbar gemäß CC-Lizenz

Die ersten Anzeichen der Krankheit können auftretende Bewegungsverlangsamungen sein. Alltägliche Bewegungen wie Gehen oder Aufstehen können nur noch verlangsamt durchgeführt werden. Die Körperhaltung eines Parkinson-Patienten wird zunehmend gebeugter und der Gang kleinschrittiger. Gestik und Mimik nehmen ab, auch Sprechstörungen können auftreten. Schluckstörungen bereiten Probleme beim Essen und sorgen für einen vermehrten Speichelfluss. Der alte Begriff Schüttellähmung für Parkinson ist eigentlich irreführend, weil es sich dabei nicht um eine Lähmung, sondern genau genommen um eine Muskelversteifung handelt. Die Kraft der Muskeln ist bei Morbus Parkinson Patienten voll erhalten.

Das charakteristische Zittern tritt bei Morbus Parkinson in den meisten Fällen zunächst einseitig auf. Anfangs ist es nur im Ruhezustand vorhanden. Im Verlauf der Krankheit wird es zu einem Dauerzustand. Das Zittern ist langsam und rhythmisch. Nur im Schlaf verschwinden die Symptome eines Morbus Parkinson. Das Parkinson-Syndrom ist auch deshalb für die Betroffenen sehr belastend, weil es mit erhöhter Depressionsneigung und Angstgefühlen verbunden ist. In allen Fällen kommt es zu einem Mangel des Botenstoffes Dopamin im Gehirn. Dadurch wird die Beweglichkeit der Muskeln gestört. Dopamin spielt nämlich bei der Feinabstimmung und Koordination von Bewegungsabläufen eine wichtige Rolle.

Therapie#

Bei manchen Parkinson-Erkrankungen sind chemische Gifte, Gehirnentzündungen oder häufige Schädeltraumen (z.B. durch Boxen) die Ursache. In den meisten Fällen ist die Ursache für Parkinson aber unbekannt. Parkinson ist bislang nicht ursächlich heilbar. Die Symptome können jedoch mit Hilfe von Medikamenten erheblich gelindert werden. Zu einer Parkinsontherapie gehört nicht nur die Medikation, sondern auch Physio- und Ergotherapie, Sprachtherapie und Ernährungsberatung. Auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe kann sehr hilfreich sein.

Naturheilkundliche Massnahmen können bei Parkinson nur eine unterstützende Rolle spielen, um das Wohlbefinden zu verbessern und einige der zahlreichen Symptome zu lindern. Gegen die primäre Parkinson-Krankheit kann man leider nicht wirksam vorbeugen. Man kann sich höchstens regelmässig bewegen, was eventuell das Auftreten deutlicher Symptome verzögern könnte. Auch ein stressarmes, regelmässiges Leben zu führen ist empfehlenswert. Aber selbst diese ruhige, gesunde Lebensführung kann die Parkinson-Erkrankung jedoch nicht verhindern.

20.000 Menschen leiden in Österreich an Morbus Parkinson.

Recherche zum Thema Parkinson#


  • Quelle 2: Trenkwalder, Claudia: Parkinson: Die Krankheit verstehen und bewältigen. Schattauer Verlag, Schattau 2011.