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Robert Hooke#

von Theresa Atzmüller, Zejnep Labjani; BG/BRG Pestalozzi, 7b; Betreuung: Müller, Camhy; 80 Punkte;

Der bekannte englische Physiker und Naturforscher Robert Hooke wurde am 18. Juli 1635 in Freshwater auf der Insel Wight an der Südküste Großbritanniens geboren und starb am 3. März 1703 in London. Er besuchte die Schule in Westminster, wo er unter anderem Latein, Griechisch und Mathematik lernte. Jedoch schrieb er seine Publikationen, anders als seine Zeitgenossen, nicht in lateinischer Sprache.

1648 erfand Robert Hooke den ersten optischen Telegraphen. 1653 ging er nach Oxford, wo er das Christ College besuchte und dort sogar Chorsänger war. Am College lernte er auch den Entdecker des Gesetzes Boyle-Mariotte, Robert Boyle kennen und wurde 1655 sogar sein Assistent. Durch eine sehr gute Zusammenarbeit, entwickelten sie unter anderem eine verbesserte Luftpumpe nach den Plänen des Otto von Guericke. 1662 wurde Hooke zum Kurator für Experimente der Royal Society ernannt, er behielt diese Stellung bis zu seinem Tod.

1665 wurde Hooke Professor für Geometrie in London. Er beschäftigte sich aber nicht nur mit der Mathematik, sondern auch mit Physik, Astronomie, Biologie, Medizin, Theologie und mit der Technik. Nicht selten wurde er auch „Leonardo da Vinci von London“ genannt.

Faccetenaugen einer Fliege
Facetttenaugen einer Fliege
Urheberrecht abgelaufen, Bild stammt aus dem Werk Hookes "Micorgraphia"
Hooke verbesserte neben der Luftpumpe auch das zusammengesetzte Mikroskop. So baute er zum Beispiel Mikroskope mit zwei oder drei beweglichen Linsen. Mit diesen Mikroskopen untersuchte er verschiedene Gewebe, wie zum Beispiel: Kork, Mohrrüben, Schilf aber auch Teile von kleinen Tieren. In seinem Buch „Micrographia“, das er 1665 schrieb, beschreibt er seine mit dem Mikroskop angestellten Beobachtungen, in dem er unter anderem das Wort „Cellula“ (Zelle) in die Wissenschaft einführte und mit eigenen Zeichnungen versah.

Weiters entdeckte er als erster die Plasmastörung in den Brennhaaren der Brennnessel.

Nach der großen Feuerbrunst von 1666 widmete sich Hooke, neben seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten, dem Wiederaufbau Londons als Aufsichtsbeamter der Baubehörde.

Schon 1664 schlug Hooke den Eisschmelzpunkt als Nullpunkt der Thermometerskala vor und erkannte 1668 die Konstanz der Schmelz- und Siedepunkte der Stoffe.

Hooke beschäftigte sich auch eine längere Zeit mit der Ganggenauigkeit der damaligen Pendeluhren und benutzte als erster eine Federunruh zur Regelung einer Uhr. Dadurch wurden genau gehende Uhren erst möglich. In diesem Zusammenhang studierte er das Verhalten von Federn bei Krafteinwirkung und dabei entdeckte er das Gesetz der Elastizität von Festkörpern. Dieses Gesetz wurde später nach ihm benannt „Das Hookesche Gesetz“ , welches er 1676 zuerst in Form eines Anagramms veröffentlichte. Das Hookesche Gesetz besagt, dass die rücktreibende Federkraft zur Federauslenkung direkt proportional ist.

Hooke befasste sich zudem auch noch mit der Geologie und deutete zum Beispiel die Fossilien als Überreste ausgestorbener Lebewesen. Auch in der Astronomie experimentierte er herum und führte das Fernrohr als astronomisches Messgerät ein.

1677 bis 1682 war er Experimentator und Sekretär der Royal Society.

1687 veröffentlichte Hooke das Buch "Hookesche Lectures de Potentia Restitutiva" in dem er seine Entdeckungen und Experimente, die er mit der Feder gemacht hatte, erklärte und graphisch darstellte.

Hooke war von sehr reizbarem Temprament, sehr eigensinnig und auf fremde Verdienste ziemlich eifersüchtig. Immer wieder kam es zu Unstimmigkeiten zwischen Hooke und C. Huygens, J. Hevelius und insbesondere zwischen Hooke und Isaac Newton. Dass Robert Hooke heute nicht mehr allzu bekannt ist, liegt daran, dass er von Isaac Newton (1643 – 1727) in den wissenschaftlichen Leistungen in den Schatten gestellt wurde.

Recherche zum Thema Robert Hooke#

Recherchen von Atzmüller Theresa, Labjani Zejnep:

  • Quelle 1: Brockhaus Enzyklopädie in 30 Bänden. 21. Auflage, Band 12, F.A. Brockhaus Leipzig-Mannheim 2006. Seite 686.

  • Quelle 2: Philipp, Lenard: Große Naturforscher. J.F Lehmannsverlag, München. Seite 69ff.