unbekannter Gast

Wale#

von Agnes Lafer; HS Markt Hartmannsdorf, 2b; Betreuung: Zoller; 70 Punkte;

Cetacea_Übersicht.jpg
1. Grönlandwal, 2. Orca (Schwertwal), 3. Nordkaper (Glattwal), 4. Pottwal, 5. Narwal, 6. Blauwal, 7. Furchenwal, 8. Belugawal (Weißer Wal). Aus: Wikimedia Commons: hier Dieses Bild ist gemeinfrei

Im Allgemeinen unterscheidet man zwei Gruppen von Walen: Die Bartenwale und die Zahnwale.

  • Die Bartenwahle sind sehr groß, die kleinsten mehr als 6 Meter lang. Bartenwale heißen so, weil sie statt Zähnen Barten, das sind fasrige Hornplatten, im Oberkiefer haben, mit denen sie ihre Nahrung (kleine Meerestiere) aus dem Wasser filtrieren. Zu den Bartenwalen gehören: Blauwale, Südkaper, Buckelwale ...
  • Zahnwale sind die zweite Untergruppe der Wale, haben Zähne und jagen damit Fische, Tintenfische oder auch andere Meeressäuger. Der größte der Zahnwale ist der Pottwal mit bis zu 18m Länge. Alle Zahnwale können sich durch Ultraschalltöne (ähnlich wie Fledermäuse) orientieren, und haben auch viele verschiedene Laute um sich untereinander zu verständigen. Zu den Zahnwalen gehören: Delfine, Schwertwale, Grindwale, Belugawale.

Man hat auch herausgefunden, dass sich die verschiedenen Walarten mit Rufen verständigen, die durch das Meere sehr weit zu hören sind. Außerdem sind die Rufe je nach Walart unterschiedlich, außerdem scheint es noch "Dialekte" in verschiedenen Walgruppen zu geben. Der zunehmende Lärm (durch Schiffe etc.) in den Meeren wird so aber ein Problem für die Tiere: Sie stehen unter Stress und meiden zu laute Gebiete, außerdem können sie sich nicht mehr so gut orientieren und können in flachen Gebieten so auch leichter stranden.

Bartenwale:#

NZL-kaikoura-blauwal2.jpg
Blauwal bei Kaikoura, Neuseeland.
Foto: Bgabel, aus Wikimedia Commons hier

Blauwale sind die größten der Bartenwale und werden über 30 Meter lang und wiegen 160t. Das Herz eines Blauwals wiegt zwischen 600 und 1000 Kilo. Die Giganten der Meere bleiben nur ein halbes Jahr in der Antarktis, um sich richtig satt zu fressen. Die andere Hälfte des Jahres halten sie sich in den tropischen Gewässern auf. Dort paaren sie sich und bringen ihre Jungen zur Welt.

Südkaper sind riesige Wale. Doch obwohl sie so groß sind, fressen sie nur Plankton und Krill. Diese fischen sie mit ihren langen Barten aus dem Meerwasser. Der Körper ist häufig von Seepocken, Walläusen und anderen wirbellosen Tieren bedeckt, sie bilden eine dicke Krusten.

Buckelwale sind Bartenwale. Sie haben keine Zähne in ihrem Maul, sondern lange Borsten, die sogenannten Barten. Wenn sie hungrig sind, nehmen die Wale riesige Mengen Wasser in ihr Maul auf, pressen es mit der Zunge durch die Barten und schlucken dann das Plankton, das an den Barten hängen bleibt. Seinen Namen verdankt er seinem Tauchverhalten: Beim Abtauchen macht er einen Buckel und streckt regelmäßig seine Schwanzflosse aus dem Wasser, die im Gegensatz zu der, bei den Fischen, horizontal zum Körper steht. Die Schwanzflosse ist für die Meeressäuger sehr wichtig, damit sie zum Atmen schneller an die Wasseroberfläche kommen und danach wieder in die Tiefe schwimmen können.

Zahnwale:#

Belugawale werden wegen ihrer hellen Haut auch Weißwale genannt. Sie leben in Gruppen. Wenn das Meer im Winter zufriert, halten sie gemeinsam ein Eisloch frei, an dem sie immer zum Atmen auftauchen.

Pottwale gehören zu den Meeressäugern, die am tiefsten tauchen. Der Pottwal ist der größte der Zahnwale. Große Männchen bleiben über eine Stunde unter Wasser und tauchen bis zu 1.000 Meter tief. Dort jagen sie vor allem Riesenkalmare. Doch die großen Tintenfische setzen sich heftig zur Wehr. Daher haben viele Pottwale die Abdrücke von den Saugnäpfen der Kalmare an ihrem Körper. Der Pottwal erreicht mit 2.800 Metern die größte Tauchtiefe.

Schwertwale leben in Gruppen, die man „ Schulen" nennt. Sie jagen auch gemeinsam und wenden je nach Beutetier unterschiedliche Jagdtechniken an. Fischschwärmer kreisen sie ein. Dabei stoßen sie Luftblasen aus, die zur Meeresoberfläche aufsteigen und die Fische wie ein Netz umzingeln. Ein Maul voll Fische lässt sich jetzt leicht schnappen. Größere Beute wie Wale und Delfine greifen die Schwertwalle in Gruppen an und reißen sie mit ihren scharfen Zähnen.

Der Unterschied zwischen Walen und Fischen#

Wale sind Säugetiere, genau wie Delfine. Das heißt, dass ihre Jungen voll entwickelt geboren werden und dass sie im Gegensatz zu den Fischen keine Eier legen. Normalerweise bringt ein Wal nur ein einziges Junges zur Welt, das von seiner Mutter gesäugt wird. Außerdem brauchen Wale Luft zum Atmen, weil sie Lungen haben und keine Kiemen. Anders als beim wechselwarmen Tieren (Fisch) bleibt die Körpertemperatur von Säugetieren immer gleich.

Und hier geht es zu einem Wissenstest von GEO.de zum Thema Wale!

Recherche zum Thema Wale#




  • Quelle 4: Kühner, Pertra (Hg.): Lexikon der Tiere. Dorling Kindersley Verlag GmbH, München 2009. S. 52-61.



Gut geschrieben! Wale sind wirklich faszinierende Tiere.

-- Unbekannt, Montag, 24. Juni 2013, 12:06