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Binder+Co AG

Bezeichnung der Firma
Binder+Co AG
Branche
Energie- / Umwelttechnik
Anlagenbau
Organisationsform
AG
Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Dr. Karl Grabner
Mag. Almuth Schnehen
Gründungsjahr
1999
Mitarbeiteranzahl
270
UID-Nummer
ATU47957901
Auszeichnungen
Fast Forward Award Gewinner
Fast Forward Award Finalist
Staatspreis Gewinner
Erlebniswelt Wirtschaft
Take Tech - Unternehmen
Geschäftsbereich
Maschinen- und Anlagenbau
Entwicklung und Produktion
Umwelttechnik-Recycling
Aufbereitungstechnik und Verpackungstechnik
Stichworte
Maschinenbau
Anlagenbau
Energietechnik
Umwelttechnik
Recycling
Aufbereitungstechnik
Cluster
Green Tech Cluster
Adresse
Grazer Straße 19-258200 Gleisdorf
Kontakt
http://www.binder-co.com
office@binder-co.at
Bewertung
4

Unternehmensprofil#

Die Binder+Co AG ist in drei großen Bereichen tätig: der Umwelttechnik (Glas- und Papierrecycling), der Aufbereitungstechnik (Kies- und Sandwerke, Sieb- und Trocknungstechnik) und der Verpackungstechnik tätig.

Erfolgsgeschichte#

High-Tech für die Umwelt#

Wann immer es auf der Welt etwas in ganz großem Stil zu sieben, sortieren, trocknen, zerkleinern oder sonstwie zu bearbeiten gilt, kommen Unternehmen aus der ganzen Welt ins oststeirische Gleisdorf.

Hier steht die weltweit einzige Fabriksrundhalle. Dort bauen die Mitarbeiter von Binder+Co einige der wohl besten Maschinen und Anlagen für diese Zwecke. Das hilft nicht nur Unternehmen bei der Rohstoffaufbereitung, sondern auch der Umwelt.

Etwa wenn es darum geht, Glas für das Recycling zu sortieren. Weil nicht alles, was wie Glas aussieht, auch Glas ist und Fremdstoffe wie Metall, Keramik, Steine und Porzellan den Wiedereinsatz von Altglas ineffizient und teuer machen würden. Deshalb baut Binder+Co Anlagen, die mit modernster Kamera- und Sensortechnik das Glas von allen anderen Stoffen trennen. Was die Maschinen und Anlagen von Binder+Co noch alles können, zum Beispiel bei der Aufbereitung von Kohle und Erzen oder in der Lebensmittelproduktion, zeigt die Erlebniswelt Wirtschaft-Tour.

Recycling-Innovation mit Welterfolg#

Rundhallenpanorama, © SFG
Rundhallenpanorama
© SFG

Der nachhaltige Umgang mit Ressourcen ist aktuell und in Zukunft unumstritten eines der wichtigsten Themen überhaupt. Neben uns Menschen sind dabei auch neue Technologien gefragt, die etwa den Recycling-Prozess wesentlich verbessern.

Beste Beispiele für solche Innovationen liefert die Binder+Co AG aus Gleisdorf, die für ihr Projekt zur "Erkennung und Sortierung von hitzebeständigem Sonderglas" 2009 mit dem Staatspreis Innovation ausgezeichnet wurde.

Wussten Sie, dass es bei Altglas wesentliche Unterschiede gibt und einige Sorten im Altglas-Container eigentlich nichts zu suchen haben? Vor allem hitzebeständiges Sonderglas, das mit freiem Auge nicht zu erkennen ist, ist ein wesentlicher Störstoff und kann bei der Glaserzeugung mit Beimengung von Altglas zu Produktionsstörungen führen. Bisher wurden diese Stoffe mit Hilfe von Röntgen-Fluoreszenz-Technologie aussortiert, was aber nicht zuletzt im Bereich des Arbeitnehmerschutzes, aufgrund einer möglichen Strahlenbelastung, keine befriedigende Lösung darstellte.

Um den Recycling-Prozess von Altglas zu verbessern, machte sich das Gleisdorfer Unternehmen Binder+Co AG daran, die Sortierung auf eine neue technologische Basis zu stellen. „Wir haben nach einem alternativen Weg der Sortierung gesucht und ein Sensorsystem entwickelt, das ohne Röntgenfluoreszenz arbeitet. Dabei setzten wir auf UV-Licht, das eine Trennung der verschiedenen Glasarten möglich macht, da diese das Licht unterschiedlich absorbieren“, erklärt Karl Grabner, Vorstand von Binder+Co, das System, das 2009 mit dem Fast Forward Award und dem Staatspreis Innovation ausgezeichnet wurde. Die Nutzung dieser Technologie, die mittlerweile weltweit am Markt etabliert und Stand der Technik ist, soll laut dem Vorstand von Binder+Co zu besseren Glasqualitäten, einem störungsfreien Betrieb von Glaserzeugungsanlagen führen.

„Es freut uns sehr, dass unsere Arbeit in Form der Auszeichnungen auch öffentlich gewürdigt wird. Dies ist für uns ein wichtiger Motivationsschub und nährt besonderes bei unseren Mitarbeitern nicht nur den Stolz auf das eigene Unternehmen, sondern auch den Mut, über neue Lösungen bei bereits langjährig eingestellten Maschinen und Verfahren nachzudenken“, zeigt sich Grabner über die beiden Preise erfreut. Zurückzuführen ist dieser Erfolg auf die kontinuierliche Innovationsarbeit, die im Oststeirischen Unternehmen groß geschrieben wird. „Wir haben eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung und arbeiten eng mit wissenschaftlichen Partnern, wie dem Frauenhofer Institut in Karlsruhe, der TU Graz und Wien sowie der Montan- Uni Leoben zusammen“, berichtet Grabner.

Wichtig ist dem Unternehmen, das Weltmarktführer in den Bereichen Siebtechnik und Glasrecycling ist, dabei auch der Erfolgsnachweis der Entwicklungsarbeit. Dies erreicht Binder+Co durch eine Kennzahl die sich aus dem Anteil aller Neuaufträge, die mit Eigenprodukten erzielt wurde, die innerhalb der letzten drei Jahre neu auf den Markt gebracht wurden, errechnet. 2011 lag diese Innovationsrate im Bereich Umwelttechnik bei 30 Prozent. „Innovation ist für uns die wichtigste Basis für Erfolg im Wettbewerb“, meint dazu der Binder+Co Geschäftsführer.

Weiterführendes#