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Wiener Zeitung#

Wiener Zeitung
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© Wiener Zeitung GmbH

WZ 1814
Oesterreichisch-Kaiserliche privilegirte Wiener Zeitung. Nr. 107 17. April 1814. Wien
© Imagno, Mediennummer 00488830
Die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt erschien erstmals am 8. 8. 1703 als "Wiennerisches Diarium". Den heutigen Titel trägt sie seit 1. 1. 1780. Ursprünglich ein Privatunternehmen, wurde sie 1812 ein offizielles Blatt der Regierung, seit 1857/58 auch vom Staat herausgegeben und in der Österreichischen Staatsdruckerei hergestellt (1998 als GmbH ausgegliedert). Obwohl die Zeitung bis 1848 wegen der Zensur und ab 1812 wegen ihrer Regierungsamtlichkeit nie eine eigenständige politische Position herausbilden konnte, entwickelte sich in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eine beachtliche Kultur- und Wissenschaftsberichterstattung. Seit 1810 war und ist die Wiener Zeitung zugleich Amtsblatt. Nur dieser Charakter blieb ihr erhalten, als sie vom 12. 3. 1938 bis zu ihrer Einstellung mit 29. 2. 1940 unter dem NS-Regime fortgeführt wurde. Nach dem 2. Weltkrieg erschien die erste Ausgabe am 21. 9. 1945. Die Auflage entwickelte sich von 4500 (1855) über 10.000 (1920), 25.000 (1938) und 30.000 (1970) auf rund 24.000 (2000).

Die Wiener Zeitung ist seit 1995 als Webausgabe (WZ Online) verfügbar. 1998 wurde die Zeitung als GmbH ausgegliedert.

Als amtliches Veröffentlichungsorgan der Republik Österreich enthält sie ein Amtsblatt („Amtsblatt zur Wiener Zeitung“), in dem unter anderem Stellen im öffentlichen Dienst ausgeschrieben oder Firmenbuchänderungen bekannt gemacht werden.

Mit Anfang 2007 nahm die Wiener Zeitung GmbH den Mehrwertdienst firmenmonitor.at in Betrieb. Über diesen Dienst können Informationen über Adressänderungen, Firmenbuchänderungen, Konkurse, Neueintragungen und Ähnliches von Firmen abonniert werden. auftrag.at Ausschreibungsservice GmbH gehört als 100% Tochter zur Wiener Zeitung GmbH. auftrag.at ist eine Ausschreibungsplattform für öffentliche Auftraggeber und potentielle Bieter. Mit September 2009 hat die Wiener Zeitung die redaktionelle Leitung von HELP.gv.at, dem Behörden-Informationsportal der Republik Österreich, übernommen. HELP.gv.at informiert behördenübergreifend und neutral über Behördenwege, Lebenssituationen, Amtswege und beantwortet Bürgeranfragen. Seit 1. Jänner 2010 betreut die Wiener Zeitung im Auftrag der Republik auch den Inhalt von Unternehmensserviceportal usp.gv.at redaktionell. USP bietet nützliche Informationen zu unternehmensrelevanten Themen und dient als Serviceportal für Unternehmer.

Die Wiener Zeitung ist Genossenschafter der Austria Presse Agentur. Chefredakteur der Wiener Zeitung war 1983 bis 2000 Heinz Fahnler, von 2000 bis 30. April 2005 Peter Bochskanl, von Mai 2005 bis Oktober 2009 Andreas Unterberger, der zuvor die Redaktion der Presse leitete. Seit 2. November 2009 leitet Reinhard Göweil, zuvor Wirtschafts-Ressortleiter der Tageszeitung Kurier, die Redaktion der Wiener Zeitung. Dr. Wolfgang Riedler ist als Nachfolger von Mag. Karl Schiessl seit Juli 2013 Geschäftsführer der Wiener Zeitung.

Literatur#

  • Festschrift 250 Jahre Wiener Zeitung 1703-1953, 1953
  • F. Stamprech, Die älteste Tageszeitung der Welt, ohne Jahresangabe (1977).

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