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Universität Innsbruck#

Leopold-Franzens-Universität#

Universitas Leopoldo-Franciscea

Universität Innsbruck
Universität Innsbruck.
Foto: Roger3b. Aus: Wikicommons

1669 durch Kaiser Leopold I. gegründet (1677 Errichtungsurkunde und Bestätigungsbulle des Papstes für 4 Fakultäten), stand bis 1773 unter starkem Einfluss der Jesuiten; 1782-91 Umwandlung in ein Lyzeum (mit 4 Abteilungen), 1810 2. Aufhebung durch die Bayern, Umwandlung in ein Lyzeum (Philosophie, Theologie, ab 1816 auch juridisches und niederes medizinisch-chirurgisches Studium), 1822 Aufhebung des theologischen Studiums. 1827 Wiedererrichtung als Universität durch Kaiser Franz I. mit Philosophischer und Juridischer Fakultät und niederem medizinisch-chirurgischem Studium; die Reformen nach 1848 (Leo Graf Thun-Hohenstein) lösten erst nach Wiedererrichtung der Theologischen (1857) und besonders der Medizinischen Fakultät (1869) eine Aufwärtsentwicklung aus (Angebot von Vorlesungen und Prüfungen auch in italienischer Sprache).

1938-45 verlor die Theologische Fakultät ihren Universitätscharakter, eine aus der Philosophischen Fakultät herausgelöste Naturwissenschaftliche Fakultät machte die "Deutsche Alpenuniversität" (1941-45) wieder vollständig. 1966 wurde eine Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur eingerichtet, die 1969 die Lehre aufnahm; 1975 Neustrukturierung in 7 Fakultäten (vergleiche Universität Graz). Die Universität Innsbruck war anfangs im ehemaligen Ballspielhaus, 1777-1922 im Jesuitenkolleg (außer Medizinischer Fakultät) untergebracht, dann übersiedelte sie in das heutige Universitätshauptgebäude am Innrain (Baubeginn 1911, Eröffnung 1924). Ab 1969 wurden Bauten für die neue Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur und die anderen stark wachsenden Fakultäten errichtet.

Die Universität Innsbruck ist heute (2013) mit zirka 27.000 Studierenden und über 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte und wichtigste Forschungs- und Bildungseinrichtung in Westösterreich. Im Herzen der Alpen gelegen, bietet die Universität Innsbruck beste Bedingungen für erfolgreiche Forschung und Lehre.

Weiterführendes#

Literatur#

  • F. Hölbing und W. Stratowa, 300 Jahre Universitas Oenipontana, 1970