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Rote Rübe, Rahne

Rote Be(e)te, Rahne

„Rote Rübe“ nennt man in Österreich und Bayern eine in zahlreichen Sorten angebaute Varietät der „Speiserübe“ (Beta vulgaris). Ansonsten ist in Deutschland „Rote Bete“ oder „Rote Beete“ in Gebrauch. Das Gemüse enthält Anthocyane, die für die dunkelrote Färbung verantwortlich sind. Heute dient die Rote Rübe vor allem für Salate und Suppen, sie wird in Mittelmeerländern auch als warme Vorspeise mit Knoblauchmajonäse serviert.

Neben der Bezeichnung „Rote Rübe“ sind im österreichisch-bayerischen Raum auch „Rohne“ (z. B. in Tirol), „Rahne“, „Rane“ und „Rande“ gebräuchlich.

Das Wort „Rübe“ ist im Mittelhochdeutschen als ruobe, rüobe und rüebe belegt. Das Wort hängt zusammen mit lateinisch rapa. Das Wort „Bete“ stammt aus dem Norddeutschen. Es geht zurück auf lateinisch beta (= Bete, Mangold).

In der Tat ist „Mangold“ ebenfalls eine Unterart der „Speiserübe“. In diesem Fall werden nicht die Knollen, sondern die Blätter verwertet, und zwar als Kochgemüse. Das Wort „Rahne“ stammt von spätmittelhochdeutsch rân (= schlank, schmächtig) ab. Gemeint war offenbar eine „lange, rote Rübe“.

© Robert Sedlaczek


Das ist der einzige Eintrag mit Ö: und D: Sollte man das weggeben?

--Pachl W., Samstag, 13. März 2010, 09:10