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Ö: Schnitte

D: Waffel

Eine Bäckerei, die auf beiden Seiten mit einem meist wabenförmigen Muster versehen und mit Haselnuscreme gefüllt ist, heißt in Österreich „Schnitte“, in Deutschland „(gefüllte) Waffel“. Der Ausdruck „Neapolitanerschnitte“ erinnert daran, dass ursprünglich Haselnüsse aus Neapel verwendet worden sind.

Außerdem versteht man in Österreich unter „Schnitte“ einen flachen Kuchen, der im Ganzen auf dem Blech gebacken und dann in Stücke geschnitten wird. Das Wort wird in Rezepten im Plural verwendet, für einzelne Stücke dient der Singular. So findet man in Kochbüchern Rezepte für „Apfelschnitten“, „Ribiselschnitten“ und „Topfenschnitten“, bestellt aber in der Konditorei „eine Apfelschnitte“, „eine Ribiselschnitte“ oder „eine Topfenschnitte“. Manche dieser Speisen heißen in Deutschland „Kuchen“.
„Schnitte“ (eine Wortbildung zu „schneiden“) ist in Österreich außerdem eine quadrat- oder karoförmige Suppeneinlage. Eine Leberschnitte bzw. eine Milzschnitte ist ein Stück Weißbrot, das mit Leber bzw. mit Milz bestrichen worden ist.

Das Wort „Waffel“ stammt aus dem Niederländischen und hat vor allem im Norden Deutschlands Fuß gefasst. In Österreich versteht man unter „Waffel“ eine einzelne rechteckige Bäckerei mit wabenförmigem Muster, ganz ohne Füllung. Waffeln werden beispielsweise zu Eis gereicht.

Gesamtdeutsch ist die Verwendung von "Schnitte" als "das Abgeschnitte" z. B. von Brot, Speck, Käse.

© Robert Sedlaczek