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Alpha und Omega#

Bild 'Alpha'
Das Alpha (α) der erste und das Omega (ω) der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets, die alle anderen "einschließen", stehen für das Ganze, für Gott und Christus, den "Ersten und Letzten". "Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott der Herr …", heißt es in der Apokalypse (Offb. 1,8).

Im kirchlichen Gebrauch bilden sie das Christusmonogramm. In dieser Funktion sieht man die Buchstaben z. B. auf frühchristlichen Sarkophagen und auf der Osterkerze. Im volkstümlich-magischen Bereich wurden sie auf Amuletten und als Zauberzeichen verwendet. Omega gilt als Symbol des Endes und der Vollendung der Welt. 

Alpha und Omega finden sich in sprichwörtlichen Redensarten im Sinn von "Anfang und Ende" oder "ganz bei einer Sache sein". "Etwas ist für jemanden das A und O" (Lebensbedingung, Grundvoraussetzung), bzw. "Von A bis Z" (vollständig). "Wer A sagt, muss auch B sagen" heisst, etwas fortführen müssen.


Quellen: 
Udo Becker: Lexikon der Symbole. Freiburg/Br. 1992. S. 16, 210
Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S. 1
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin 1927/1987. Bd. 1/Sp. 310
Lutz Röhrich: Das große Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Freiburg/Br. 1991. Bd. 1/S. 51

Bild: Illustration von Philipp Schumacher. Aus: Wilhelm Pichler, Katholisches Religionsbüchlein. Wien 1913