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Bergbau #

Steirische Bergleute. Aus dem Kronprinzenwerk.
Steirische Bergleute. Aus dem Kronprinzenwerk.

In frühgeschichtlicher Zeit wurden in Salzburg und Tirol Kupfer, in Salzburg und Oberösterreich Salz, in Kärnten Blei und in der Steiermark Eisen abgebaut. Die Römer suchten in den Hohen Tauern Gold, Silber, Blei und Eisenerz. Das norische Eisen war wegen seiner Härte und Güte geschätzt. Den Erzabbau führten Genossenschaften  freier Bergleute durch. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen immer mehr private Geldgeber hinzu. Es entstand die Rechtsform der bergmännischen Gewerkschaft, deren Teilhaber, die Gewerken, Miteigentümer des Bergwerks waren und persönlich hafteten. 

Die Bergknappen waren im Mittelalter hoch angesehen und als Spezialisten überall begehrt. Ihre Privilegien wurden früh im Bergrecht festgelegt, für dessen Entwicklung Tirol, Salzburg und Steiermark führend waren. In den Kämpfen der Reformation und Gegenreformation spielten die Bergleute eine bedeutende Rolle. 

Um 1515 wurde in Tiroler Bergwerken der pferdegetriebene Göpel zur Schachtförderung eingeführt, Wasserhaltungsanlagen verbessert, der erste "Grubenhunt" tauchte auf. Im 18. Jahrhundert erhöhte der Sprengbetrieb die Produktion und der Floßofen schuf die Grundlage für die Schwerindustrie. Im Vormärz setzte der systematische Abbau von Kohle ein. Neue Industriezweige förderten den Bergbau von Buntmetallen und anderen mineralischen Rohstoffen. Wichtig wurden für Österreich ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts der Graphit-Bergbau und die Förderung von Magnesit in der Veitsch (ab 1881) und bei Radenthein in Kärnten (ab 1908). Mit beiden stand Österreich damals an erster Stelle in der Weltproduktion. Nach 1930 begann die Förderung von Erdöl und Erdgas. 1946 wurde ein Teil des österreichischen Bergbaus verstaatlicht.


Quelle: AEIOU: Bergbau

Siehe auch:
--> Schwazer Bergbuch