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Bitttage#

Prozessionen über die Felder an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt haben antike Vorgänger. Die Römer hielten am 25. April Bittprozessionen (Ambarvale - um die Fluren herum) zu Ehren des Gottes Robigus und zum Schutz des Getreides. Der Brauch wurde im 4. Jh. von der älteren christlichen Bittprozession (Litania maior) abgelöst. Diese übernahm den Weg in Rom und schloss mit einer Messe im Petersdom. Die jüngeren Bittprozessionen (Rogationen, Litaniae minores) haben ihren Ursprung in Gallien. Dort ordnete Bischof Mamertus von Lyon 469 wegen Erdbeben und Missernten an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt Fasten und Bußprozessionen an.


Quelle:  Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S. 87