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Chanukka #

Der Halbfeiertag Chanukka (hebräisch: Einweihung)ist das jüngste Fest des jüdischen Jahres. Acht Tage hindurch entzündet man bei anbrechender Dunkelheit jeden Tag eine Kerze mehr am Chanukkaleuchter. Das Lichterfest erinnert an die Entweihung des Jerusalemer Tempels anno 164 v. Chr. Der syrische König Antiochus IV. Epiphanes wollte die Juden zum hellenistischen Zeuskult zwingen, doch diese setzten sich unter Judas Makkabäus gegen die Eroberer durch. Im zurückgewonnenen Tempel fand sich nur noch wenig vorschriftsmäßig geweihtes Öl für den Leuchter (Menorah). Durch ein Wunder reichte es jedoch so lange, bis neues hergestellt war. 
Der Chanukkaleuchter hat acht Arme und einen neunten für das Dienstlicht, mit dem die acht Kerzen entzündet werden. Traditionellerweise versammeln sich an den Chanukka-Abenden Familien und Freunde, um gemeinsam zu feiern. Zum Brauchtum des Tages zählen Geschenke, das Essen von Krapfen (Sufganiot) und Kartoffelpuffern. Für Kinder gibt es das Kreiselspiel Sewiwon. Es trägt die hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, He und Schin, mit denen die Worte des Satzes "Nes gadol haja scham" (Ein großes Wunder hat sich ereignet) beginnen.

2013 lud das neu gestaltete Jüdische Museum Wien seine Besucher/innen ein, am "Kerzenzünden zu Chanukka" mit einem Rabbiner teilzunehmen. Die Festzeit begann am 27. November und dauerte bis zum 5. Dezember. Für die Kinder gab es einen „süßen” Chanukka-Kalender. Jeden Tag wurde ein Päckchen geöffnet; darin enthalten waren Chanukka-Symbole gebacken vom Hofzuckerbäcker Demel. Diese Bäckereien wurden am letzten Tag unter den Besucher/innen verlost.

Quellen:
Wolfgang Walter: Meinen Bund habe ich mir dir geschlossen. München 1989. S. 79f.
Informationen des Jüdischen Museums Wien, 2013