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Chanukka #

Der Halbfeiertag Chanukka (hebräisch: Einweihung)ist das jüngste Fest des jüdischen Jahres. Acht Tage hindurch entzündet man bei anbrechender Dunkelheit jeden Tag eine Kerze mehr am Chanukkaleuchter. Das Lichterfest erinnert an die Entweihung des Jerusalemer Tempels anno 164 v. Chr. Der syrische König Antiochus IV. Epiphanes wollte die Juden zum hellenistischen Zeuskult zwingen, doch diese setzten sich unter Judas Makkabäus gegen die Eroberer durch. Im zurückgewonnenen Tempel fand sich nur noch wenig vorschriftsmäßig geweihtes Öl für den Leuchter (Menorah). Durch ein Wunder reichte es jedoch so lange, bis neues hergestellt war. 
Der Chanukkaleuchter hat acht Arme und einen neunten für das Dienstlicht, mit dem die acht Kerzen entzündet werden. Traditionellerweise versammeln sich an den Chanukka-Abenden Familien und Freunde, um gemeinsam zu feiern. Zum Brauchtum des Tages zählen Geschenke, das Essen von Krapfen (Sufganiot) und Kartoffelpuffern. Für Kinder gibt es das Kreiselspiel Sewiwon. Es trägt die hebräischen Buchstaben Nun, Gimel, He und Schin, mit denen die Worte des Satzes "Nes gadol haja scham" (Ein großes Wunder hat sich ereignet) beginnen.

Seit seiner Neugestaltung lädt das Jüdische Museum Wien seine Besucher/innen ein, am "Kerzenzünden zu Chanukka" mit einem Rabbiner teilzunehmen. Zum Fest gehören Musik und Süßigkeiten. Diese sind in Chanukka-Kalendern versteckt, von denen jeden Tag ein Päckchen geöffnet wird. Die Hofzuckerbäckerei Demel hat Chanukka-Symbole gebacken, die am letzten Abend unter den Besuchern verlost wurden.

Quellen:
Wolfgang Walter: Meinen Bund habe ich mir dir geschlossen. München 1989. S. 79f.
Informationen des Jüdischen Museums Wien, 2013