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Exlibris #

Exlibris

Der lateinische Vermerk "Ex libris" (Aus den Büchern von …) gab den Bucheignerzeichen die Bezeichnung. Diese Gattung der Kleingrafik enthält den Namen, das Wappen oder eine allegorische Darstellung, die denjenigen charakterisiert, der das Exlibris in seine Bücher klebt. Diese werden dadurch als unverwechselbarer persönlicher Besitz ausgewiesen. Namhafte Künstler haben Exlibris geschaffen . Die ältesten Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum stammen vom Ende des 15. Jahrhunderts. In der Renaissance trugen sie vor allem Wappen, die Barock- und Rokokozeit erfand eine Unzahl von Allegorien und Dekorationen. Als spezielles Aufgabengebiet der Gebrauchsgrafik profilierte sich die Gattung in den Jahrzehnten zwischen 1890 und 1930. Handwerkliche Traditionen wurden belebt, z.B. waren Holzschnitte, Radierungen und Kupferstiche sehr beliebt. Auch die Künstler der "Wiener Werkstätte" betätigten sich auf diesem Gebiet. Bekannte Wiener Exlibrisgestalter waren die Kupferstecher Alfred Cossmann (1870-1951), sein Schüler Hans Ranzoni d.J. (1886-1991) und der Holzschneider Otto Feil. 

Man begann, die Druckwerke im Format größerer Visitenkarten zu sammeln. In Wien konstituierte sich 1903 der Vorläufer der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft (ÖEG), in der sich einige hochgestellte Persönlichkeiten zum Thema Exlibris treffen wollten. Heute zählt die ÖEG rund 160 Mitglieder. Das Archiv der ÖEG wird in der Österreichischen Nationalbibliothek verwahrt. 38 nationale Gesellschaften sind in der Dachorganisation FISAE (Federation International des Societes d’Amateurs d’Exlibris) zusammengefasst.


Quellen:
SammlerJournal, Schwäbisch Hall 1987. S. 697
Internationale Exlibris Vereinigung

Bild: Otto Feil: Exlibris Alfred Wolf mit Lichtentaler Schubertkirche, um 1970


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-- Maurer Hermann, Freitag, 6. März 2015, 15:07