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Feuerzeug #

Feuerzeug

"Feuerpinken" nannte man um 1500 das Schlagen des Feuers mit Hilfe von Stahl, Stein und Zunder. Die Bestandteile wurden in einer eigenen Tasche, dem Vorläufer des Feuerzeugs, aufbewahrt. 1904 erfand der in Wien geborene Chemiker Carl Auer von Welsbach (1858-1929) den Feuerstein. Die ersten Streichfeuerzeuge enthielten in Benzin getränkte Watte, während der Feuerstein-Streifen seitlich angebracht war. Mit einem Stahlstift, der den Docht enthielt, strich man darüber, um die Flamme zu erhalten. Diese "Frackanzünder" hatten meist die Form eines kleinen Buches, doch gab es auch Tischgeräte in vielfältigen Formen nach diesem Prinzip. Im Ersten Weltkrieg stellten Soldaten ihre Zigarettenanzünder oft selbst aus Patronen und Hülsen her. 

Neben Reibrad-Anzündern kamen um 1900 in den Rauchsalons elektrische Zigarrenanzünder in Mode. Nach 1950 gab es Gasfeuerzeuge und es entwickelte sich eine Zündtechnik, bei der man nicht mehr am Reibrad drehen musste.


Quelle: Wolf-Dieter Seidel: Vom Feuerschlagen zum Elektronikfeuerzeug. In: SammlerJournal, Schwäbisch Hall 1980, S. 1050 f.

Bild: Feuerzeuge mit Firmenaufdruck als Werbegeschenke. Wien um 2008. Foto: Wolf