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Gugelhupf#

Foto: Ostergugelhupf mit rotem Ei, Foto: Doris Wolf
Foto: Ostergugelhupf mit rotem Ei, Foto: Doris Wolf

Der Gugelhupf zählt zum Kulinarischen Erbe Österreich.

Der Gugelhupf trat ab der Biedermeierzeit (1818 - 1848) seinen Siegeszug an. Er ist ein traditioneller Bestandteil des Wiener Frühstücks und der Wiener Kaffeejause. Der Kuchen wird in einer typischen Backform mit geschwungenen Rippen und einem Rohr in der Mitte gebacken.

Einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung leistete das Vorbild Kaiser Franz Joseph I. (1830 - 1916), der sich Gugelhupf zum Frühstück servieren ließ. In Wien soll Katharina Schratt den Kuchen (mit Mandeln und Rosinen) für den befreundeten Kaiser gebacken haben, die Konditorei Zauner lieferte den Germgugelhupf in die Sommerresidenz Bad Ischl.

Der typische Gugelhupf ist ein süßes Germgebäck mit Rosinen und etwas Honig. Lange Zeit gab es kein Standardrezept dafür. Je nach Region, Anlass und Vermögen wurde der Gugelhupf auch aus Rühr- oder Biskuitteig mit aufwendigen Zutaten, wie Butter, Mandeln, Zitrone oder Rosinen zubereitet, mit Schokolade überzogen oder Staubzucker bestreut.

Varianten: Böhmischer Gugelhupf (Germteig), Wiener Gugelhupf (mit Rosinen), Kaisergugelhupf (mit Rosinen und Mandeln), Marmorgugelhupf (zweifärbig), Altwiener Art (gestiftelte Mandeln), Rum-Gugelhupf u.v.m.


Weiterführendes#

Quelle:
Kochbücher bei den Web-Books