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Kärntner Kasnudeln#

Kärntner Kasnudeln zählen zum Kulinarischen Erbe Österreich. Es sind aus Nudelteig hergestellte Taschen, die mit einer würzigen Masse (z. B. aus Bröseln, Topfen und Kartoffeln) gefüllt sind. Charakteristisch ist der geradelte (gekrendelte) Rillenrand. Heidennudeln sind aus Buchweizenmehl hergestellt. Kasnudeln werden in Salzwasser gekocht und vor dem Servieren mit Schmalz oder Butter übergossen. Je nach Füllung gibt es Specknudeln oder Kletzennudeln.

Kärntner Kasnudeln waren im Mittelalter - als die Milch- und Käsewirtschaft den Haupterwerbszweig der Bauern darstellte - eine bekannte und geschätzte (Fasten-)Speise. Um 1485 berichtete Paolo Santonino, Sekretär des Patriarchen von Aquilea, anlässlich seiner Reisen durch das Drautal über die von "fleißzigen Frawen gefertigten Teigwerke mit schmackhaftem Inhalte." Ende der 1960er Jahre galt die Kärntner Nudel als "letztes Überbleibsel einer agrarischen Sättigungs-Kultur, von der sich der Zeitgeschmack längst abgewendet hatte." Zwei Jahrzehnte später hat man sie als Spezialität wieder entdeckt. Verschiedene Orte veranstalten Kärntnernudelfeste, z.B. Feldkirchen (seit 2000), Oberdrauburg (seit 2002).

Schlutzkrapfen sind nussgroße, aus Roggen- und Weizenmehl hergestellte, mit Sauerkraut, Erdäpfeln, Spinat oder Fleisch gefüllte Teigtaschen. In Kärnten werden sie auch als Schlickkrapfen bezeichnet und als Suppeneinlage verwendet. In Osttirol kennt man sie, mit einer Kartoffelfüllung, als Schlipfkrapfen


Quelle: Kulinarisches Erbe