Nelke#

Foto: Doris Wolf
Foto: Doris Wolf

Nelken, heute eine der zehn meist verkauften Schnittblumen, waren von der Renaissancezeit bis in die 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts in Mode. Weiße Nelken stecken im Knopfloch des Bräutigams, rote tragen die Sozialisten seit der Maifeier 1890. Nelken verdanken ihrem Duft und ihrer Farbigkeit den Namen "Götterblumen". Die lateinische Bezeichnung Dianthus lässt sich von Dios (Zeus) und Anthos (Blüte) ableiten. Die ersten Nelkengewächse gediehen im Mittelmeerraum. Kaiser Ludwig IX., "der Heilige" (1214-1270) führte sie in Frankreich ein, von wo sie ihren Siegeszug antraten. Aus 270 Arten gingen inzwischen überall auf der Welt zahlreiche Züchtungen hervor. Mönche brachten die Pflanze nach Mitteleuropa. Sie kannten auch die medizinische Verwendung bei Magenverstimmung und Fieber. Nelkenaroma wurde für Essig, Bier, Wein, Saucen und Salate verwendet. In Blatt und Frucht der Karthäusernelke wollte man die Nägel der Kreuzigung Christi erkennen, sodass sie zum Passionssymbol wurde.


Quellen: 
Blumen & Garten. Amsterdam 1974. Bd 5/115 f.
Wikipedia: Landnelke