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Niglo-Umzug#

Niglo-Umzug, Aus: Kronprinzenwerk VI., 1889
Niglo-Umzug, Aus: Kronprinzenwerk VI., 1889

Zu den österreichischen Bräuchen, die 2011 in die nationale UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden, zählt der Niglo-Umzug von Windischgarsten. Vor 150 Jahren hat ihn Prof. Amand Baumgarten im „Programm des k.k. Gymnasiums zu Kremsmünster für das Schuljahr 1860“ erstmals beschrieben. Seit 1958 organisiert der Trachtenverein „D’ Garstnertaler“ den Umzug am Vorabend des Nikolaustages. Am 5. Dezember versammeln sich die lichten und dunklen Gestalten beim Heimathaus und ziehen dann durch den Ort. Der Zug besteht aus einer großen Anzahl von Figuren in historischen Gewändern bzw. Masken, die für das Garstnertal typisch sind: Nachtwächter, der „Nigloherr“ mit der „Niglofrau“ und ihr Gefolge. Im Rathaushof treten die Figuren einzeln auf. Dann stellt sich der Nikolaus ebenfalls mit einem Gedicht vor, droht mit den „Nigln“ oder ruft sie zur Ordnung. Nach der Kinder-Bescherung durch den Nikolaus und Engel kehren die Akteure in das Heimathaus zurück, wo sie bewirtet werden.


Quelle:
Information der Veranstalter
Kulturerbe