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Rosmarin#

Die im Mittelmeerraum wild wachsende, duftende Pflanze (Rosmarinus off.) kam im 15. Jahrhundert in den deutschsprachigen Raum. Die Griechen benutzten Rosmarin (lat. ros marinus - Meertau) neben Lorbeer als Schmuck-, Gewürz- und Arzneipflanze. Wie die Myrte galt er der Aphrodite geweiht. Brauchtümlich findet sich Rosmarin im Kranz der Braut und im Sträußchen des Bräutigams sowie im Rekrutensträußchen. Die stark aromatische Pflanze symbolisierte Glück und Liebe und wurde bei der Geburt eines Mädchens gesetzt. Angeblich blüht sie zu Weihnachten und kann daher die Rolle der Barbarazweige übernehmen. Als immergrüner Strauch galt Rosmarin auch als Totenpflanze, wurde in den Sarg gelegt und von den Bestattern in der Hand getragen.

Quellen#

Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S. 681
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin 1936/1987. Bd. 7 / Sp. 787 f.

Weiterführendes#