unbekannter Gast

Schulschluss#

Der Beginn der Sommerferien ist für die meisten Familien ein prägender Einschnitt im Jahreslauf. Zu den Schulschlussritualen zählen die Zeugnisverteilung, Feste und Gottesdienste. Besonders wichtig ist der Schulschluß für die MaturantInnen, für die mit dem Eintritt in die Universität oder den Beruf eine neue Lebensphase beginnt. Von Graz (Steiermark) ausgehend, ist seit 1951 das Hissen einer weißen Fahne an der Schule üblich, wenn alle Kandidaten die Matura bestanden haben. Braucherfinder war der Volkskundler und damalige Internatsleiter Sepp Walter (* 1915). Ihn hatte eine Zeitungsmeldung inspiriert, wonach am Bezirksgericht Landeck eine weiße Fahne aufgezogen wurde, als zum Jahreswechsel 1949/50 das Gefängnis ohne Insassen war. Die Farbe der Unschuld wurde zum Zeichen des Erfolges, als alle Heimschüler die Prüfungen gut absolviert hatten. In der Gartenbaufachschule Schönbrunn, Wien 13, setzten die Maturajahrgänge Gedenksteine im Garten.(Bilder)

Bild 'Matura1'
Bild 'Matura2'

Fotos: Doris Wolf 2012


Quelle: Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S. 122