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Skapulier#

Skapulier

Das Skapulier, ein Teil der Mönchstracht, war ursprünglich wohl eine Arbeitsschürze. Angehörige verschiedener Orden, z.B. Barmherzige Brüder oder Karmeliten, tragen den schulterbreiten Stoffstreifen über dem Ordenskleid. Theologisch wird es als Symbol der Weihe an die Muttergottes gedeutet.

Eine andere Art von Skapulier sind zwei Fleckchen aus Wollstoff, die mit Schnüren verbunden sind und von Mitgliedern verschiedener Bruderschaften um den Hals getragen werden. Nach der Überlieferung erschien dem damaligen General des Karmeliterordens, Simon Stock, 1251 die Muttergottes und überreichte ihm ein Skapulier als Unterpfand des Heils für alle, die damit bekleidet sterben. Eine andere Legende berichtet von der Erscheinung der Muttergottes vor Papst Johannes XXII. (1316-1334), in der Maria den Trägern versprach, sie spätestens am ersten Samstag nach ihrem Tod aus dem Fegefeuer zu befreien (Samstagprivileg). 2003 konstituierte sich eine neue Skapulierbruderschaft in St. Pölten (Niederösterreich).

In Mühlbach am Hochkönig (Salzburg) findet das Skapulierfest statt. Es entstand in der Gegenreformation, als sich hier Bruderschaften der Marienverehrung widmeten. Nach der Feldmesse, die um 9 Uhr beginnt, veranstalten die örtlichen Vereine eine Prozession mit Prangstangen. Die Knappenmusikkapelle gibt ein Konzert.


Quelle:  Wikipedia: Skapulier

Bild: Skapulier mit Pietá und Engel, Wien 2008. Foto: Helga Maria Wolf