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Sonnwendfeier#

Sonnwendfeuer in Oberösterreich. Aus dem Kronprinzenwerk, 1889
Sonnwendfeuer in Oberösterreich. Aus dem Kronprinzenwerk, 1889

Licht- und Lärmbräuche zur Zeit der Sonnenwende lassen sich in Wien vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert aus Schilderungen, Rechnungen und Verboten nachweisen. In den Bundesländern ist der Sommerbeginn Anlass für eine Reihe altartig wirkender Rituale. Auf den Bergen werden mächtige Holzstöße angezündet, um die man sich versammelt. Musik spielt, man singt und springt über das Feuer. Häufig sind (Turn-)Vereine Veranstalter, die ein Wochenende als Termin wählen.

Sonnwendfeuer, die sich in der Donau spiegeln, wurden 1835 von Reisenden als “unerwartet herrliches Schauspiel” geschildert. Wirte, Vereine und Studentenverbindungen pflegten um 1900 den Brauch, der auch heute zu den Attraktionen der Wachau (Niederösterreich) zählt. 

Bei der im Frühjahr 2016 durchgeführten IMAS-Umfrage "Traditionen und Bräuche" (Archiv Nr. 016041) gaben 59% an, Sonnwendfeuer zu kennen und 23%, selbst teilzunehmen.


Quellen: 
Blickpunkt Neulengbach, Heft 2/2009
Bezirksjournal Döbling, Ausgabe 13/2009
Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S.117
Tiroler Adler


Bild 'Feste'

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