!!Sonnwendfeier
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Licht- und Lärmbräuche zur Zeit der __Sonnenwende__ lassen sich in Wien vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert aus Schilderungen, Rechnungen und Verboten nachweisen. In den Bundesländern ist der Sommerbeginn Anlass für eine Reihe altartig wirkender Rituale. Auf den Bergen werden mächtige Holzstöße angezündet, um die man sich versammelt. Musik spielt, man singt und springt über das Feuer. Häufig sind (Turn-)Vereine Veranstalter, die ein Wochenende als Termin wählen.\\ \\
Sonnwendfeuer, die sich in der Donau spiegeln, wurden 1835 von Reisenden als “unerwartet herrliches Schauspiel” geschildert. Wirte, Vereine und Studentenverbindungen pflegten um 1900 den Brauch, der auch heute zu den Attraktionen der __Wachau__ (Niederösterreich) zählt. \\ \\
In St. Lorenzen im Gitschtal (Kärnten), am Weißensee und am Lurnfeld ist zu Sommerbeginn das __Scheibenschlagen__ üblich. Wie andernorts am Funkensonntag wirbelt man glühende Holzscheiben an langen Stangen durch die Luft und läßt sie fliegen, während Ehren- oder Spottverse gerufen werden.\\ \\
__"Brauchtumsfeuer"__ unterliegen besonderen gesetzlichen Bestimmungen. In der Steiermark dürfen sie nur zur Sonnenwende und von Karsamstag 15 Uhr bis Ostersonntag 3 Uhr früh brennen. 2009 heißt es in einer Information der Freiwilligen Feuerwehr Neulengbach-Stadt (NÖ): "Dabei soll es nicht zur getarnten Verbrennung von biogenen Abfällen und schon gar nicht zur Entsorgung von Müll kommen." Es wird an die Bewohner appelliert, Brauchtumsfeuer zu melden, um Fehlalarme zu vermeiden und eine Reihe von Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Im Rahmen des Wiener Weinfrühlings veranstaltet der Weinbauverein Heiligenstadt-Nussdorf seit 2007 Sonnwendfeuer in den Weingärten am Kahlenberg (Eichelhofweg).\\ \\
Umstritten war zur Sommersonnenwende 2009 ein Kunstwerk in Dölsach in Osttirol. Weil es für den __"Feueradler"__ keine Genehmigung gab, droht den Aktivisten eine Strafe. Einheimische und der Extrembergsteiger Sepp Mayerl hatten ein 380 Meter langes Stahlseil über ein Kar in den Dolomiten gespannt, um mit 180 LED-Leuchten auf Seilen einen Adler zum Leuchten zu bringen. Nach langer Vorarbeit hatten sie zum Tiroler Gedenkjahr das "Symbol der Freiheit" ähnlich den in Tirol üblichen Bergfeuern, aber mit modernster Technik hergestellt.
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__Quelle:__
Blickpunkt Neulengbach, Heft 2/2009 \\
Bezirksjournal Döbling, Ausgabe 13/2009 \\
Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S.117\\
[Tiroler Adler|http://tirol.orf.at/stories/369767] \\ \\
Bild:__ "Sonnwendfeier in der Wachau", 1897
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