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Stohsuppe#

Stohsuppe oder Stoßsuppe war vor dem Geläufigwerden des Kaffees die übliche Frühstücksspeise. Sie bestand aus heißem Wasser und saurer Milch (Stoß), in die Mehl eingerührt wurde. Dazu aß man Schwarzbrot oder Erdäpfel. Zum Nachtmahl gab es die gleiche Speise. Bei den früher üblichen fünf bäuerlichen Mahlzeiten - außerdem noch Gabelfrühstück um 9 Uhr, Mittagessen um 11 Uhr und Nachmittagsjause, die besonders zur Erntezeit wichtig war - spielten Suppe und Brei eine wesentliche Rolle. Häufig löffelten alle aus einer Schüssel. 

In modernen Rezeptsammlungen findet sich die Stohsuppe als Rindssuppe, der man saure Milch, Topfen, Rahm oder Obers und Mehl beimengt. Als Steirische Fastenspeise mit folgenden Angaben: " ¼ l Rindssuppe, ¼ l Sauerrahm, ¼ l Sauermilch, 3-4 Esslöffel Mehl, Kümmel, Salz, Pfeffer, weißer Balsamico, Schnittlauch. Suppe mit Kümmel aufkochen. Sauermilch und Sauerrahm mit dem Mehl glattrühren und in die Rindssuppe einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken."


Quellen:
Leopold Schmidt: Volkskunde von Niederösterreich. Horn 1972. Bd. 1/S. 367 f.
Kochrezept
Fastensuppe