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Taufe des Herrn#

Taufe_des_Herrn

Am Sonntag nach dem 6. Jänner gedenkt die katholische Kirche der Taufe Jesu (Mt 3). Die Initiation durch Untertauchen wurde im Orient allgemein geübt, so taufte man Sklaven zu Freien. Johannes taufte zum Stand der Büßer. Nach dem Auftauchen bekannte der Täufling seine Sünden. Bei Jesus öffnete sich statt dessen der Himmel und beglaubigte ihn öffentlich als den von Gott gesandten Messias. 

Nach der Neuordnung des Kirchenjahres durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) schließt an diesem Tag - und nicht mehr am 2. Februar - der Weihnachtsfestkreis. Es beginnnen die - nach der Farbe der Messgewänder so benannten - 33 bis 34 "grünen Sonntage" der allgemeinen Kirchenjahrszeit. Krippen werden eingepackt und Christbäume abgeräumt. Weihnachtsdekorationen an den Häusern und die "Christbäume für alle" verschwinden langsam aus dem Ortsbild. 

In Stadl-Paura (Oberösterreich) findet an diesem Sonntag der "Schifferjahrtag" statt. Dabei marschieren die Schiffleute in traditioneller Tracht vom Schiffleutmuseum zur Messe in die Paurakirche. Beim Vorbeimarschieren läuten sie die Glocke am Schifferturm und werden vor der Kirche von der Musikkapelle begrüßt. Nach dem Gottesdienst halten sie ihre Jahreshauptversammlung ab.


Quelle:  Helga Maria Wolf: Österreichische Feste & Bräuche im Jahreskreis. St. Pölten 2003. S. 21 f.

Bild: Taufandenken mit Bild Taufe Jesu, Kottingbrunn (Niederösterreich) 1903. Gemeinfrei