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Melk Melk, Niederösterreich #

Berühmt sind im Stift Melk die Fresken in der Stiftskirche von Johann Michael Rottmayer (1716-1722) bzw. die Deckenfresken in Marmorsaal und Bibliothek von Paul Troger von 1731 und 1732. Weitere Troger-Fresken gibt es außerhalb des Besichtigungsbereiches im Festsaal der Prälatur, im Kolomanisaal und im Kaiseroratorium.

Von Rottmayr und Troger stammen auch fünf der sechs Altarbilder der Stiftskirche. Das sechste Altarbild, jenes beim Leopoldi-Altar von Georg Bachmann (1650), ist das einzige Bild, das beim barocken Neubau aus der alten Stiftskirche übernommen wurde. Es wurde wohl deshalb in der barocken Stiftskirche wieder aufgestellt, weil es eine Darstellung der Melker Gründungsgeschichte zum Inhalt hat.

Eine Besonderheit ist die Galerie am Kaisergang. Es handelt sich dabei um eine geschlossene Reihe von überlebensgroßen Porträts aller österreichischer Regenten von Markgraf Leopold I. bis Kaiser Karl I. von Josef Kremer (um 1750) bzw. ab Maria Theresia von zeitgenössischen Malern.

Von den im neugestalteten Stiftsmuseum ausgestellten Gemälden sind, neben einigen mittelalterlichen Tafelbildern und interessanten Veduten des Stiftes von 1736 aus der Vogelperspektive, die Altarbilder von Jörg Breu dem Älteren (um 1500/1502) zu nennen. Es handelt sich dabei um acht, beidseitig bemalte Tafeln eines spätgotischen Flügelaltares mit Darstellungen u.a. der Passionsgeschichte und aus dem Marienleben.

Nur zu besonderen Gelegenheiten öffentlich zugänglich ist der Festsaal der Prälatur, der eine barocke Gemäldegalerie mit dem Tafelbild „Madonna in der Weinlaube“ von Lukas Cranach (um 1525) und 146 kleinformatigen Gemälden, großteils Kopien nach Werken des 17. und 18. Jhs., beherbergt.

Interessant sind auch die Fresken im barocken Gartenpavillon im Stiftspark Melk, die 1763/64 von Johann Wenzel Bergl geschaffen wurden. Das Deckenfresko im Hauptraum zeigt den Triumph des Lichtes und die vier damals bekannten Erdteile und in den Nebenräumen finden sich üppige Darstellungen exotischer Tier- und Pflanzenwelt (u.a. ist auch die Entdeckung Amerikas zu sehen). Der Gartenpavillon ist von Mai bis Oktober zu besichtigen.

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