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Arzberger, Friedrich#

* 14. 11. 1833, Wien

† 3. 8. 1904


Montanistik-Fachmann


Friedrich Arzberger war zwei Jahre alt, als sein Vater, der Professor für Mechanik am Polytechnischen Institut Johann Arzberger, starb. Der Vormund ermöglichte ihm eine gute Ausbildung. Schon während der Gymnasialzeit beschäftigte er sich mit vom Vater hinterlassenen Werkzeug, mit Schlosser-, Uhrmacher- und Tischlerarbeiten und arbeitete in den Werkstätten befreundeter Handwerker mit. Das Revolutionsjahr 1848 verbrachte Arzberger bei einem anderen Onkel, der als Verwalter der Salinen in Bad Aussee tätig war. Arzberger sammelte auch dort Berufserfahrung. 1851 wechselte er vom Polytechnischen Institut in Wien an die Bergakademie in Schemnitz, wo er vor allem mit Mathematik und Chemie studierte. Bei einem Bruder, der in der Kleineisenindustrie in Waidhofen an der Ybbs eine Firma betrieb, sammelte er weitere Praxis. 1856 beendete Arzberger seine Ausbildung an der Montanlehranstalt in Leoben.

Er studierte Bergwerke in ganz Europa, wurde 1861 Kontrollor der k.k. Berg- und Hüttenverwaltung Jenbach. 1863 - 1866 leitete er den Betrieb zweier Hochöfen in Vordernberg. Danach begann seine Lehrtätigkeit als Professor (bis 1892) in Pribram, Brünn und Wien. Arzberger, von dem zahlreiche Publikationen stammen, wurde 1882 in das Privilegienfachkomitee der k.k. Technischen Hochschule in Wien berufen.

Quelle#

© TMW
  • Technisches Museum Wien, Archiv (Personenmappe)


Redaktion: hmw