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Berres, Christian Joseph #

* 18. 3. 1796, Göding Hodonin (Tschechische Republik)

† 24. 12. 1844, Wien


Arzt, Fotopionier


Christian Josef Berres
Christian Josef Berres
© Bildarchiv der ÖNB, Wien

Berres absovierte er ein Studium der Medizin an der Universität Wien, das er 1816 mit der Promotion abschloss.

Er lehrte in Lemberg (Lwiw, Ukraine), gründete dort ein anatomisches Museum und erwarb sich 1831 Verdienste während der Cholera-Epidemie. Er 1831 in Wien die Nachfolge des unfähigen Michael Mayer antrat, wußte er die gänzlich vernachlässigte Lehrkanzel mit neuem Geist zu erfüllen. Sein Arbeitsgebiet war die histologische Anatomie.

1831 kam er wieder an die Universität Wien - sein Arbeitsgebiet war die histologische Anatomie - und er führte er die Sezierübungen für Studenten ein.

Er bediente sich des Plösslschen Mikroskops und - als einer der ersten zu wissenschaftlichen Zwecken - der Daguerreotypie zur Herstellung klarer Bilder. Mit dieser entscheidend verbesserten Mikroskopiertechnik konnte er erstmals eine Zelldarstellung durchführen und schuf den ersten Histologischen Atlas. Weiters trat Berres als Erfinder eines Verfahrens hervor, durch das es möglich wurde, Daguerretypien zu drucken.

Werke (Auswahl)#

  • Anthropotomie od. Lehre v. d. Bau d. menschl. Körpers, 4 Bde., Wien 1821–28
  • Über die Holzsäure und ihren Wert, Wien 1823
  • Prakt. Erfahrungen üb. d. Natur d. Cholera in Lemberg u. Behandlungsart derselben, Lemberg 1831
  • Anatomie d. mikroskop. Gebilde d. menschl. Körpers (Haupt-W), Wien 1837–43

Literatur#

  • J. Hyrtl, Vergangenheit u. Gegenwart d. Mus. f. menschl. Anatomie an d. Wiener Univ., Wien 1869
  • Th. Puschmann, Die Medicin in Wien während d. letzten 100 J., Wien 1884
  • E. Darmstaedter, J. B. u. d. Bildätzkunst, 1930, in: Kleine Schrr.; L. Schönbauer, Das med. Wien, Wien 21947; B.

Quellen#

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
  • Deutsche Biographie

Redaktion: hmw