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Denk, Wolfgang#

* 21. 3. 1882, Linz (Oberösterreich)

† 4. 2. 1970, Wien


Chirurg, Krebsforscher


Wolfgang Denk. Foto, © Z.Verf. gestellt v. Dr. Katharina Prutscher, privat, für AEIOU
Wolfgang Denk. Foto
© Z.Verf. gestellt v. Dr. Katharina Prutscher, privat, für AEIOU

Wolfgang Denk wurde am 21. März 1882 in Linz als Sohn des Augenarztes Karl Denk geboren.

Nach dem Besuch von Volksschule und Gymnasium in Linz begann er an der Universität Wien ein Studium der Medizin (bei Anton von Eiselsberg, das er 1907 mit der Promotion abschloss.

Später war er als Eiselsbergs Assistent tätig, 1916 erfolgte seine Habilitation. Von 1924 bis 1928 war Denk als Primarius an der Rudolfstiftung tätig, danach wurde er als Ordinarius an die Karl-Franzens-Universität Graz berufen.


1931 übernahm Denk als Nachfolger Julius von Hocheneggs die Leitung der II. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien. 1948/49 wurde er in Wien Rektor. Von 1946 bis 1958 war er Präsident der Gesellschaft der Ärzte in Wien und Vorsitzender des Obersten Sanitätsrates.


Von 1953 bis 1966 war Denk Präsident des von ihm gegründeten Instituts für Krebsforschung. 1965 ging dieses Institut als Schenkung an die Republik Österreich und wurde in der Folge der Medizinischen Fakultät der Universität Wien angegliedert; seine Forschungsschwerpunkte sind Epidemiologie, onkologische Toxikologie, Umwelttoxikologie, experimentelle Krebsforschung, Immundiagnostik und Immuntherapie.


Denk hat mehr als 140 wissenschaftliche Arbeiten verfasst. Sein spezielles Fachgebiet war die Chirurgie der inneren Organe, wozu er zahlreiche Abhandlungen verfasste. Die unten genannten Arbeiten zur 'Behandlung der Lungen-Tbc' und zur 'Therapie der Lungentumore' wurden für die Lungenchirurgie wegweisend.


1957 kandidierte Denk als gemeinsamer Kandidat der ÖVP und der FPÖ bei den österreichischen Bundespräsidentenwahlen. Er konnte sich aber nicht gegen den Sozialdemokraten Adolf Schärf durchsetzen.


--> Historische Bilder zu Wolfgang Denk (IMAGNO)

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Ehrenring der Stadt Wien, 1952
  • Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
  • Zur Erinnerung wurde der so genannte Wolfgang Denk-Preis der OeGHO (Österr.Gesellschaft für Hämatologie & Onkologie) geschaffen und wird für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der klinischen Onkologie vergeben

Werke (Auswahl)#

  • Thorakoplastik zur Behandlung der Lungen-Tbc
  • Klinik und Therapie der Lungentumore

Quellen#


Redaktion: J. Sallachner, I. Schinnerl