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Ettingshausen, Andreas Freiherr von#

* 25. 11. 1796, Heidelberg (Deutschland)

† 25. 5. 1878, Wien


Physiker und Mathematiker


Ettinghausen, Andreas Freiherr von
Andreas Freiherr von Ettingshausen. Lithographie, 1834.
© Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU

Andreas Ettingshausen wurde am 25. November 1796 in Heidelberg geboren Er studierte in Wien Philosophie und Rechtswissenschaft und an der Schule des Bombardiercorps Mathematik.

1817 wurde er Adjunkt der Mathematik und Physik an der Wiener Universität, 1819 Professor der Physik in Innsbruck und 1821 Professor der höheren Mathematik in Wien. Seine damaligen Vorlesungen bezeichneten eine neue Epoche für die Wiener Universität, sie erschienen 1827 in 2 Bänden.

Gedenktafel der Fürstenhofrunde
Gedenktafel der Fürstenhofrunde

Bei einer Studienreise nach Paris erwarb er sich Kenntnisse in der Daguerreotypie, die er in Wien mit Joseph Petzval, Friedrich Voigtländer, Christian Joseph Berres und Fritz Schuh weiterentwickelte. (Die Gedenktafel an die sog. Fürstenhofrunde, die 1861 zur Gründung der Photographischen Gesellschaft in Wien führte, wurde am Haus Wien 3, Beatrixgasse 19A, nach der Renovierung nicht mehr angebracht)

Im Jahre 1839 schlug Ettingshausen Joseph Petzval vor, ein Photoobjektiv zu berechnen, das sich als 40 Mal lichtstärker erwies als die zuvor verwendeten.

Ettingshausen war Mitbegründer und von 1847 bis 1850 erster Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften. 1852 erhielt er als Nachfolger Christian Dopplers die Professur für Ingenieurwissenschaften am Polytechnischen Institut in Wien und fungierte 1853 als Organisator des Physikalischen Instituts der Universität Wien.

Andreas von Ettingshausen ist auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gr.16C/14/25) bestattet, und im 19. Wiener Gemeindebezirk ist eine Gasse nach ihm benannt.

Werke (Auswahl)#

  • Die kombinatorische Analysis als Vorbereitungslehre zum Studium der theoretischen höheren Mathematik, 1826
  • Vorlesungen über höhere Mathematik, 2 Bände, 1827
  • Die Prinzipien der heutigen Physik, 1857

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl