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Freud, Sigmund#

* 6. 5. 1856, Freiberg (Přibor Pribor , Tschechische Republik)

† 23. 9. 1939, London (Großbritannien)

Neurologe, Begründer der Psychoanalyse


Sigmund Freud
Sigmund Freud. Foto, 1938.
© Edmund Engelman, Wien, für AEIOU

Sigmund Freud wurde am 6. Mai 1856 in Freiberg in Mähren als Sohn jüdischer Eltern geboren.

Sein Vater, ein Wollhändler, war bei Sigmunds Geburt schon fast vierzig Jahre alt und in dritter Ehe mit Amalia Freud verheiratet. Freud hatte zwei ältere Halbbrüder aus den früheren Ehen seines Vaters sowie sieben jüngere leibliche Geschwister.

Das väterliche Geschäft ging in Folge der Wirtschaftskrise bankrott, 1860 zog die Familie aus wirtschaftlichen Gründen nach Wien. Dort besuchte Freud das Gymnasium und maturierte 1873 mit Auszeichnung.

1873 begann er ein Studium an der medizinischen Fakultät der Universität Wien,

Von 1876 bis 1882 arbeitete er im physiologischen Labor von Ernst Wilhelm Ritter von Brücke und betrieb hirnanatomische Studien bei dem Hirnpathologen Theodor Meynert. 1879 absolvierte er seinen einjährigen Militärdienst und 1881 promovierte er mit dem Thema "Über das Rückenmark niederer Fischarten" zum Doktor der Medizin.

Nach seiner Habilitation 1885 erhielt Freud im September eine Privatdozentur für Neuropathologie an der Universität Wien.

Er studierte 1885/86 bei J. M. Charcot in Paris, 1889 bei Liébault und Bernheim in Nancy die Hypnosetechnik und die Probleme der Hysterie. Seine (Selbst-)Versuche mit Kokain führten zur Entwicklung der Lokalanästhesie.

1886 ließ er sich als Arzt nieder und leitete die neurologische Abteilung im Ersten Öffentlichen Kinder-Krankeninstitut von Max Kassowitz bis 1897.

1886 heiratete Freud Martha Bernays, sie hatten gemeinsam sechs Kinder, darunter Anna Freud.


Freud ging zunächst vom "kathartisch-therapeutischen" Verfahren J. Breuers aus, ersetzte aber bald dessen hypnotisches Heilsystem durch seine eigene Behandlungstechnik der "freien Assoziation" (verdrängte unangenehme Erlebniserinnerungen werden ins Bewusstsein gebracht). Dabei ging er von seiner Grundidee aus, dass die Ursache vieler seelischer Krankheiten in Kindheitserlebnissen zu suchen sei.

Ab 1899 entwickelte er die Traumdeutung, 1900 erschien seine theoretische Schrift "Die Traumdeutung", mit der er die Grundbegriffe der Psychoanalyse schuf.


Seine Psychoanalyse stellt die Grundlage der modernen Tiefenpsychologie und Psychotherapie dar und war Ausgangspunkt weiterer Lehren, so der Individualpsychologie A. Adlers, C. G. Jungs komplexer Psychologie und der Lehre W. Stekels. Hervorgegangen aus einer Lehre von den Trieben, wurde die Psychoanalyse durch Freud zu einer umfassenden Lehre von der Gesamtpersönlichkeit des Menschen entwickelt. Seine Gedanken und Arbeiten beeinflussten nicht nur die moderne Psychologie, vor allem die der angloamerikanischen Welt, sondern auch andere Gebiete des Kulturlebens, wie Ästhetik, Religionswissenschaft, Literatur und Ethnologie.

Ab 1902 lehrte Sigmund Freud als Professor für Neuropathologie an der Universität Wien.

Er etablierte in seiner Wohnung die "Psychologische Mittwochsvereinigung", eine Runde, in der Forschungsergebnisse diskutiert wurden. 1905 erschien sein Titel "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie".

Im Jahr der nationalsozialistischen Machtergreifung 1933 wurde die Schrift "Warum Krieg?", die in Zusammenarbeit zwischen Freud und Albert Einstein entstand, veröffentlicht. Freuds Schriften fielen den Bücherverbrennungen im NS-Reich zum Opfer.


1935 wurde er zum Ehrenmitglied der British Royal Society of Medicine ernannt. 1938 emigrierte Sigmund Freud - zusammen mit seiner Tochter Anna Freud - nach Großbritannien, wo er in London als Psychoanalytiker tätig war.


Sigmund Freud starb am 23. September 1939 in London.


Gedenktafel Freud, Berggasse 19
Gedenktafel, Berggasse 19
© Rainer Lenius
Sigmund Freud, Gedenkstein
Gedenkstein, Sigmund Freud Park,
© Rainer Lenius
S. Freud, Wohnhausanlage
Wohnhausanlage, Gussenbauergasse 5-7
© Rainer Lenius
S. Freud Gedenkstein
Gedenktafel Universität Wien, Arkadenhof
© Rainer Lenius
S. Freud Stele
Stele, Bellevuewiese
© Rainer Lenius


Sein Denkmal von David Paul Königsberger steht im Arkadenhof der Universität Wien, ein Gedenkstein steht im 9. Bezirk im Sigmund-Freud-Park und einer auf der Bellevuewiese im 19. Bezirk.
An seinem Wohnhaus, Wien 9, Berggasse 19, in dem 1971 ein Museum eingerichtet wurde, ist eine Gedenktafel angebracht und in Wien 9, Gussenbauergasse 5-7 ist eine Wohnhausanlage nach ihm benannt.


Artikel aus dem Buch "Große Österreicher"#

Sigmund Freud 1856-1939#

Die Couch, berühmter Mittelpunkt psychoanalytischer Therapie, fehlt; sie steht in Amerika und wird durch ein Photo ersetzt. Auch sonst ist die zum Museum umgewandelte Ordination des Dr. Sigmund Freud in der Berggasse 19 zu Wien eher kärglich eingerichtet, und der Besucherstrom ist schwach; meist sind es Amerikaner, die die Räume durchschnüffeln, den Österreichern, den Wienern zumal, ist der Mann aus Mähren, der in Wien zum Arzt promovierte und hier eine Periode neuen Denkens einleitete, die ihre Spuren in alle Lebensbereiche legte - den Wienern ist dieser bärtige Wissenschaftler immer noch ein wenig odios. Einer Legende zufolge, die aber durchaus wahr sein könnte, soll Sigmund Freud, als er im Sommer 1938 aus Wien nach London kam, den Schergen des NS-Regimes dank vielfältiger internationaler Intervention entronnen, dort nach der Besichtigung seines neuen Domizils, eines Hauses samt Garten, den Arm gehoben und »Heil Hitler!« gerufen haben. Scherzhaft-resignierend, auch ironisch gemeint war diese Formel. Denn jetzt endlich hatte der große Wissenschaftler das bekommen, was er in Wien sein Leben lang nicht hatte erreichen können: ein eigenes Haus im Grünen. Mag sein, daß diese Geschichte nur gut erfunden ist. Sie beweist jedenfalls, daß die Donaumetropole, auch heute noch Mekka der Psychoanalytiker, die auf Freuds Spuren wandeln wollen, diesem Mann nie wirklich gegeben hatte, was er gebraucht und gewollt hat. Freud ist dem Zentrum des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn auch immer skeptisch, mit einer gewissen Ambivalenz gegenübergestanden; in einem Brief an Wilhelm Fließ in Berlin schreibt er 1896, er sei "kaum drei Tage hier, und schon hat mich der ganze Mißmut des Wienertums ergriffen". Es sei, setzt Freud fort, "ein Elend, hier zu leben, und keine Atmosphäre, in der die Hoffnung, etwas Schweres zu Ende zu bringen, sich erhalten kann".

Gewiß, es gibt - seit kurzem übrigens erst - jetzt vor der Votivkirche den Sigmund-Freud-Park. Daß es die einzige Grünfläche im Herzen der Stadt ist, deren Verwendung als Liegewiese für zumeist junge Menschen von den Behörden gestattet wurde, mutet fast wie ein Symbol an. In der Stadt Sigmund Freuds haben zumeist die Hunde mehr Auslauf als die Menschen, und auch in dem Park, der jetzt den Namen des Psychoanalytikers trägt, messen strenge Blicke der Alten das zuweilen gewiß auch der neuen Zärtlichkeit gewidmete Verhalten der Jungen: Exhibitionismus gegen Verdrängung, gewissermaßen. Und doch - nicht nur die 15 000 Bände zeugen davon, die in der Bibliothek des "Sigmund-Freud-Hauses" auf Benutzer warten, nicht nur die rund 150 000 wissenschaftlichen Arbeiten, die im Lauf der Zeit über die Psychoanalyse und ihren Begründer geschrieben wurden, beweisen es, daß Sigmund Freud diese Stadt Wien zumindest ebenso »auf die Landkarte gesetzt« hat, wie es sein Zeitgenosse Johann Strauß tat.

Freud war Jude, ein bewußter, einer, der sich zu seinem Judentum stets bekannte. Als Sigismund ist er 1856 in Freiberg in Mähren zur Welt gekommen, seinen Vornamen hat er erst mit 22 Jahren auf Sigmund geändert. Sein Vater Jacob Freud war Stoffhändler, sein Geschäft geht 1859 zugrunde, im nächsten Jahr schon etabliert sich Jacob Freud neu in Wien, hier besucht Sigismund Volksschule und Lyzeum, er maturiert 1873 mit Auszeichnung - und wird schon damals zum Stil seiner schriftlichen Arbeiten beglückwünscht. In der Tat ist Sigmund Freud später ein ebenso großer Schriftsteller wie ein Wissenschaftler gewesen, was er schrieb - ob es nun Liebesbriefe an seine Braut gewesen sind oder wissenschaftliche Arbeiten - zeugte von Einfühlungsvermögen, Stilkunde und Sprachgefühl. In der Mittelschule, dem Leopoldstädter Real- und Obergymnasium, einer verhältnismäßig neuen Schule in diesem alten und zu¬meist von jüdischen Familien besiedelten Bezirk, den der Volksmund die »Mazzesinsel« nannte, hatte Freud das Glück gehabt, auf einen liberalen, fort¬schrittlichen, modernen Ideen aufge-schlossenen, fachlich hervorragenden Lehrkörper zu stoßen. Und schon hier konnten die Weichen für die spätere wissenschaftliche Laufbahn des jungen Mannes gestellt werden, indem das In¬teresse für die Naturwissenschaften geweckt wurde.

Freud ging an die Universität, studierte aber zuerst Biologie und Philosophie. "Die damals aktuelle Lehre Darwins zog mich mächtig an, weil sie eine außerordentliche Förderung des Welt-Verständnisses versprach", schrieb er später in seiner Selbstbiographie. Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Forschungen auf naturwissenschaftlichem Gebiet: In Triest widmet sich Sigmund Freud einer Untersuchung der Geschlechtsdrüsen der Aale, die dann auch in den Sitzungsberichten der Akademie der Wissenschaften veröffentlicht wird. Von der Zoologie wendet er sich der Physiologie zu, bei Ernst W. Ritter von Brücke mikroskopiert er - und interessiert sich nun erstmals für das Nervensystem. 1877 veröffentlicht er das Resultat anatomischer Arbeiten über die Neunaugenlarve, kurz danach findet er zur Entdeckung des kleinsten Bausteins des Nervensystems, des Neurons. Aber er bleibt nicht konsequent, geht den Weg nicht zu Ende, Waldeyer und Ramon y Cajal vollbringen die Entdeckung, Waldeyer gibt dem Zellbaustein dann auch den Namen Neuron.

Freud aber hat jenes Wissensgebiet gefunden, das ihn am meisten interessiert: die Neurologie. Er stürzt sich jetzt mit Feuereifer in sein Medizinstudium - und promoviert 1881. Vorher findet er Zeit, Essays von John Stuart Mill ins Deutsche zu übersetzen. Noch will Sigmund Freud Forscher bleiben, der wissenschaftliche, nicht der therapeutische Zweig der Medizin fesselt ihn, er will im Laboratorium, nicht im Spital oder in der Praxis arbeiten. Aber dann lernt er Martha Bernays kennen, die Tochter einer deutschen jüdischen Intellektuellenfamilie - und er will heiraten. Die Wissenschaft aber trägt zuwenig, er braucht die materiellen Grundlagen für eine Familiengründung. Im Wiener Allgemeinen Krankenhaus geht Sigmund Freud also widerwillig, weil er die Praxis haßt, die "Ochsentour" der praktischen Ausbildung. Gleichzeitig arbeitet er weiter auf dem Gebiet der Nervenkrankheiten - und entdeckt die schmerzlindernde Wirkung des Kokains. Wieder geht Freud aber den Weg nicht zu Ende, der ihn schon damals zu Weltruhm geführt hätte; sein Freund Karl Koller erst beschreibt diesen neuen Wirkstoff als Anästhetikum. Aber die vorbereitenden Arbeiten hat Freud geleistet, ein - wie Brücke, Meynert und Nothnagel ihn beschrieben - "Mann von guter Allgemeinbildung, ruhigem ernstem Charakter, ein vortrefflicher Arbeiter auf nervenanatomischem Gebiet, von feiner Geschicklichkeit, klarem Blicke, umfassender Literaturkenntnis und besonnener Schlußweise2. Solches Urteil bewirkt, daß Sigmund Freud eine Privatdozentur erhält. Am Ostersonntag 1886 eröffnet er, nachdem er bereits im Vorjahr in Paris bei Charcot die Auswirkungen von Hypnose und Suggestion als therapeutische Mittel studiert hatte, in Wien seine Privatpraxis. Und im September heiratet er Martha Bernays.

Vorerst behandelt Sigmund Freud seine Patienten auf herkömmliche Weise - mit Elektrotherapie, ergänzt durch Hypnose, die er in Paris kennen- und schätzen gelernt hat. Durch die Hypnose kommen die »verborgenen«, abgewehrten, als unbewußte Erinnerung Krankheitssymptome verursachenden Erlebnisse ans Licht und können zum Verschwinden gebracht werden. Freud aber geht schrittweise weiter: er entdeckt die Wichtigkeit der Persönlichkeit des Arztes bei der Behandlung, und er findet in mühevoller Selbstanalyse auch heraus, daß Phantasien, Träume, kurz: jede Art eines verdrängten seelischen Erlebnisses ein Symptom hervorrufen kann, das als Krankheit auftritt. Was man früher Hysterie nannte, könne, so argumentierte Freud, durch eine Analyse der Seele, eben durch die Psychoanalyse, gelindert und geheilt werden. Und nicht nur die Hysterie, nicht nur die Krankheitsheilung hat Sigmund Freud in diesen Jahren in den Mittelpunkt seiner Arbeiten gestellt: als er in dem Dezennium von 1895 bis 1905 gleichsam Forschungsarbeit in der menschlichen Seele betrieb, förderte er zutage, was vor ihm möglicherweise erahnt, aber nicht erarbeitet und schon gar nicht bewiesen hatte werden kön¬nen: eine Kartographie jenes »weiten Landes«, als das Arthur Schnitzler die Seele bezeichnet hat. Immer wieder hat man sich gefragt, wieso die Psychoanalyse mit all ihren komplizierten Verästelungen gerade im Wien der Jahrhundertwende geschaffen werden konnte. Wohl deshalb, meinen die meisten, weil in dieser Atmosphäre des "Nervous splendor", wie ein österreichisch-amerikanischer Schriftsteller es nannte, nicht nur Neurosen, sondern auch Genies blühten, weil in dieser Stadt der Kontraste zwischen Adel und Bürgertum, Reichtum und Armut, aus-gelebter Sinnlichkeit und verklemmter Sexualität die Zeit einfach reif geworden war für die Erkundung dessen, was das menschliche Seelenleben zu steuern imstande war.

Sigmund Freud hat den Ödipuskomplex entdeckt, diesen Kampf um ein "Liebesmonopol", der den gleichgeschlechtlichen Elternteil beseitigen möchte. Er hat sich der Traumdeutung gewidmet. Er hat ein Buch über den Witz geschrieben, er hat die "Psychopathologie des Alltagslebens" formuliert, alles Werke, wie sie tatsächlich nur in Wien und nur in dieser Zeit haben entstehen können. Freud hat aber auch in seiner Ordination in der Berggasse die berühmten "Mittwochgesellschaften" abgehalten, Zusammenkünfte einer Gruppe von zu¬meist jüdischen Intellektuellen, die über Psychoanalyse diskutierten und von Harald Leupold-Löwenthal so beschrieben wurden: "Sie standen alle in einer gewissen Opposition zu dem, was man heute als Establishment bezeichnen würde, was aber damals in eine 'Erste Gesellschaft' des Hofes und der Hocharistokratie und in eine andere, von ihr sorgfältig abgeschottete 'Zweite Gesellschaft' des vorwiegend jüdischen Großbürgertums der Wiener Ringstraßenpalais geteilt war ..."

Die Mitglieder der Wiener psychoanalytischen Gruppe waren in ihren Meinungen zu den relevanten wissenschaftlichen, freilich auch zu den politisch-kulturellen Fragen gleichfalls geteilt, vor allem auch, was ihr Verhalten gegenüber dem Antisemitismus wienerischer Prägung betraf. Sigmund Freud war ein vehementer Gegner der Assimilation, Alfred Adler, der Vater der Individualpsychologie, stand ihm auch in dieser Hinsicht entgegen. Was Sigmund Freud in den 40 Jahren seiner Wiener Tätigkeit an Revolutionärem geleistet hat, beschränkte sich nicht nur auf das engere Anwendungsgebiet der Psychoanalyse. Ihre Anwendungsgebiete haben dem Rahmen, der ihr ursprünglich gesetzt schien, längst gesprengt; der medizinische Bereich ist da nur einer von vielen. »Erziehung und Sozialarbeit, Strafvollzug und Familienrecht, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften, Literatur- und Kunstkritik, Ethnologie und Anthropologie, Sprachforschung und Seelsorge - sie alle können durch die Theorien und Erfahrungstatsachen der Psychoanalyse Vertiefung und Bereicherung erfahren, ja selbst unser tägliches Denken und Sprechen bedient sich - wenn auch nicht immer korrekt - vieler Begriffe, die Freud in der deutschen Sprache beheimatet hat (Ich und Abwehr, Verdrängung und Sublimierung, Versagung und Lustgewinn, Todestrieb, Fehlleistung usw.)" - so schilderte Dr. Hans Lobner vom Sigmund-Freud-Haus die Auswirkungen der Freudschen "Arbeit. Bahnbrechend waren nicht zuletzt die Theorien, die Freuds jüngste Tochter Anna auf dem Gebiet der Kinderanalyse und der Entwicklungstheorie geleistet hat. Sigmund Freud ist zeit seines Lebens bescheiden geblieben, er hat seine Arbeit ge-, aber nicht überschätzt, und er hat wohl das formuliert, was man als klassisches "Understatement" bezeichnen könnte, wenn er schrieb: »So kann ich denn, rückschauend auf das Stückwerk meiner Lebensarbeit, sagen, daß ich vielerlei Anfänge gemacht und manche Anregungen ausgeteilt habe, woraus dann in der Zukunft etwas werden soll.« Stefan Zweig hat solche Bescheidenheit in die richtigen Dimensionen gesetzt: "Es gibt keinen einzigen namhaften Menschen in Europa auf allen Gebieten der Kunst, der Forschung und der Lebenskunde, dessen Anschauungen nicht direkt oder indirekt durch Freuds Gedankenkreise in Anziehung oder Gegenwehr schöpferisch beeinflußt worden wären: Überall hat dieser Außenseiter die Mitte des Lebens - das Menschliche - erreicht."

Das Menschliche hat Sigmund Freud auch im Leid erfahren. Seit 1923 litt er an Lippenkrebs, im Alter verlor er die Heimat und mußte miterleben, wie man ihn in jener Stadt ächtete, zu deren Weltruhm er beigetragen hat. Er starb mit 83 Jahren in London. Sechs Jahre vorher hatten die Nationalsozialisten in Deutschland seine Bücher verbrannt. Seine Gedanken haben sie nicht verbrennen können.

Artikel aus dem Fachlexikon "Forscher und Erfinder"#

Freud hatte zwei ältere Halbbrüder aus früheren Ehen seines Vaters sowie sieben jüngere leibliche Geschwister. Als das Geschäft seines Vaters Jacob Freud in der 1857 einsetzenden Wirtschaftskrise zugrunde ging, zog dies für die bis dahin wohlhabende Familie den sozialen Abstieg nach sich. Aus wirtschaftlichen Gründen übersiedelten die Freuds zunächst nach Leipzig und kurze Zeit später nach Wien. Sigmund Freud besuchte in der Folge das Leopoldstädter Communal-Realgymnasium; er war ein hervorragender Schüler und bestand 1873 die Matura mit Auszeichnung.

Nach anfänglichen Plänen, Jura zu studieren, studierte er in Wien 1872-1881 Medizin. Seit 1876 arbeitete er am Wiener Physiologischen Institut von Ernst Wilhelm Brücke und betrieb hirnanatomische Studien bei Theodor Meynert. Seine Versuche mit Kokain führten zur Entwicklung der Lokalanästhesie durch den Ophtalmologen Carl Koller. 1881 promovierte er mit dem Thema „Über das Rückenmark niederer Fischarten“ zum Doktor der Medizin.

1882-1885 war Freud Assistent im Allgemeinen Krankenhaus in Wien. 1885 erlernte Freud die Hypnose als Therapiemethode. Ebenfalls 1885 wurde er Privatdozent für Neuropathologie an der Universität Wien.

1886 heiratete Freud nach vierjähriger Verlobungszeit Martha Bernays (1861-1951) aus einer angesehenen Hamburger Rabbiner- und Gelehrtenfamilie. Sie hatten gemeinsam sechs Kinder: Mathilde, Jean-Martin, Oliver, Ernst August (Vater des Porträtmalers Lucian Freud), Sophie und Anna. Freud hatte zu seinen Söhnen ein eher unterkühltes Verhältnis, nicht aber zu seinen Töchtern, die ihm nahe standen: Mathilde und Anna waren ihm auch intellektuell ähnlicher als die Söhne. Freud fiel es insgesamt schwer, warmherzige Beziehungen zu Menschen – in seiner Familie wie auch zu Freunden und Kollegen – aufzubauen. Er war kein warmherziger, liebevoller Vater, sondern auch für seine Kinder unnahbar.

Nach einem Studienaufenthalt bei dem Pariser Neurologen Jean-Martin Charcot ließ er sich als privater Nervenarzt in Wien nieder. Die 1882 begonnene Zusammenarbeit mit dem Wiener Arzt Josef Breuer fand mit den 1895 gemeinsam publizierten „Studien über Hysterie“ ihren Höhepunkt. Der Fall der „Anna O.“ (Bertha Pappenheim), die bei Breuer seit 1880 in Behandlung war, führte zur gemeinsamen Erarbeitung der so genannten „Sprechtherapie“, einer Art Vorstufe der Psychoanalyse.

1895-1899 nahm Freud eine langwierige Selbstanalyse vor, die die Weiterentwicklung seiner Lehre bestimmte, deren theoretische Grundlagen um 1905 weitgehend ausgearbeitet waren. Erst 1902 wurde seine akademische Karriere mit der Ernennung zum ao. Prof. gekrönt.

Der von Freud aktiv geförderte Zusammenschluss der Anhänger seiner Lehre erfolgte 1910 in der „Internationalen psychoanalytischen Vereinigung“, die eine bis in die Gegenwart reichende breite psychoanalytische Bewegung einleitete und sich unabhängig von der akademischen Wissenschaft etablierte. Dem Kreis von Schülern gehörten unter anderen Alfred Adler, Helene Deutsch, Paul Federn, Sándor Ferenczi, Ernest Jones, Carl Gustav Jung und Otto Rank an.

Eine 1909 unternommene erfolgreiche Vortragsreise durch die USA sicherte der Psychoanalyse dort großen Einfluss. 1930 wurde Freud der Goethepreis der Stadt Frankfurt a. M. zugesprochen. Nach der Annexion Osterreichs 1938 konnte Freud nur noch durch diplomatische Intervention Wien verlassen. Er starb ein Jahr später im Londoner Exil. Seine Grabrede hielt Thomas Mann.

Das wissenschaftliche Werk#

Entscheidend für die Begründung der Psychoanalyse war für Freud die Konfrontation mit der Beeinflussbarkeit hysterischer Phänomene auf hypnotischem Wege. In seiner privatärztlichen Sprechstunde konnte Freud die therapeutische Wirksamkeit der hypnotischen Suggestion im Vergleich mit den damals üblichen physiotherapeutischen Behandlungsmethoden Nervenkranker überprüfen. Indem Freud Vorlesungen Charcots und die bedeutendsten Arbeiten H. Bernheims ins Deutsche übersetzte, griff er direkt in die Hypnosedebatte ein.

Freuds therapeutisch technische Anschauungen entwickelten sich parallel zu denen anderer psychotherapeutischer Intentionen dieser Zeit vorwiegend in der Auseinandersetzung mit den Suggestionsverfahren, die als einzig wirksame Psychotherapiemethoden galten. Angeregt von Beobachtungen Breuers räumte Freud psychischen Ursachen und den eigenständigen psychischen Prozessen des neurotischen Erlebens immer größeren Raum ein. In der Hypnose werde danach das Erinnern an traumatische Erlebnisse erreicht, die in Zusammenhang mit der neurotischen Symptombildung ständen und nach der Wiedererinnerung und dem damit verbundenen Abreagieren einer Selbstheilung (Katharsis) unterliegen.

Von 1892 bis 1895 veröffentlichte Freud theoretische Grundvorstellungen und belegende Krankengeschichten der Methode der Psychokatharsis neurotischer Symptome. Das „Unbewusste“ erschien in diesen Arbeiten noch als eine hypothetische Annahme zum Charakter unverarbeiteter Erlebnisse, gewann aber bald eine Schlüsselposition in der ätiologischen Theorie der Neurosen, wo es als entscheidende psychische Verarbeitungsinstanz angesehen wurde.

Mit seinen Theorien über die Existenz und die Funktion des Unbewussten nahm Freud eine Problematik in Angriff, die bis zur Gegenwart einer interdisziplinären Klärung bedarf. Freuds Neurosentheorie basiert auf den Grundannahmen der damaligen akademischen Assoziationspsychologie und ihres psychophysischen Parallelismus.

Er zergliederte das Psychische in Vorstellungselemente, die über Assoziationsketten psychische Bewegungsabläufe auslösen sollten. Ätiopathologische Vorgänge, die zur Entstehung neurotischer Symptome führen, sind nach Freud die Trennung einer belastenden Vorstellung von ihrem Energiebetrag und dessen Bindung an eine neutrale Vorstellung (Substitution oder Transposition) oder dessen Ablenkung in somatisches Geschehen (Konversion). Die affektlose Vorstellung selbst könne nun in das Unbewusste verdrängt werden.

Ausgehend von diesen angenommenen Grundmechanismen, erweiterte Freud seine Neurosentheorie dann hinsichtlich der Rolle des Unbewussten, des Charakters der traumatisierenden unverarbeiteten Konflikte, deren Entstehung er ausschließlich in der frühkindlichen sexuellen Entwicklung annahm, und der psychopathologischen Erscheinungsformen.

Das Auftreten affektiver Spannungen zwischen Therapeut und Patient führte Freud schließlich zur Ablehnung der Hypnose und zur Begründung der Technik der entspannten freien Assoziation, deren Effekt der Erinnerungserweiterung dem der Hypnose entsprechen sollte.

Die Größe des Aufwandes von Patient und Therapeut, vergessene Konflikte in das Bewusstsein zurückzurufen, deutete Freud als Widerstand des Patienten, den dieser der Wiederbelebung solcher Erlebnisse entgegensetzte. Dieser Widerstand war für ihn energetische Quelle und Beweis einer vorher stattgefundenen Verdrängung unliebsamer Erlebnisse in das Unbewusste.

Die Lehre von der Verdrängung wurde schließlich zum Grundpfeiler des Verständnisses der Neurose. Zur Auflösung des Widerstandes trage eine vorn Therapeuten geleitete Analyse der von Patient und Therapeut übernommenen emotionalen Funktionen wichtiger Bezugspersonen oder emotionaler Reaktionen beider auf spezifische Verhaltensweisen des Partners während der Therapie bei (Übertragung).

Freud nannte sein Vorgehen des Aufdeckens der Ursache einer Neurose (ab 1896) Psychoanalyse. Trotz der vielfältigen spekulativen Auswüchse der unter diesem Begriff gefassten Neurosenlehre und -therapie bleibt es Freuds entscheidendes Verdienst, den therapeutischen Prozess mit der Analyse der in seinem Medium ablaufenden personalen Beziehungsstrukturen zum Gegenstand wissenschaftlicher Reflexionen erhoben zu haben.

Weitere Deutungsobjekte unbewussten psychischen Geschehens wurden Träume und Fehlhandlungen des Alltags, die Freud zuerst in den allumfassenden Erklärungsanspruch seiner Theorie einbezog. Universelle Gültigkeit konnte die Neurosenlehre nur durch eine persönlichkeitspsychologische Ergänzung gewinnen, die Freud schrittweise in sein Modell einbezog.

1905 begründete Freud die naturalistische Trieblehre der menschlichen Libido, die zur entscheidenden anthropologischen Dimension der Psychoanalyse wurde. Mit der Instanzenlehre, die das Verhältnis normgeprägter rationaler und triebgebundener unbewusster Persönlichkeitsanteile charakterisieren sollte und der Verallgemeinerung des Ödipuskomplexes zum stammesgeschichtlich verinnerlichten Inzestwunsch verband Freud Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie.

Als menschlichen Hauptantrieb sah Freud die „Libido“ (Lust, Begierde, Geschlechtstrieb), der er später den „Todestrieb“ als Antagonisten zur Seite stellte. Dazwischen stehen die „Verdrängung", das „Unbewusste“ bzw „Es“, das „Ich“ und „Über-Ich“ sowie die aus der nicht geglückten Vermittlung zwischen den Instanzen entstandenen „Neurosen“.

Kritische Haltungen Freuds zur Sexualmoral der damaligen bürgerlichen Gesellschaft und zu deren Erziehungspraktiken fanden nur bei einem kleinen Kreis der Intelligenz Resonanz. Seine Interpretation der Religion als Phänomen psychopathologischer Reaktionen fand ebenfalls vorwiegend Ablehnung.

Das von Freud vertretene mechanische Determinismuskonzept zwang ihn bei weiteren Versuchen der Erklärung psychosozialer Zusammenhänge zum Rückgriff auf spekulative Konstruktionen. Der mit der Schrift „Totem und Tabu“ (1913) offensichtlich werdende anthropologische Anspruch der Psychoanalyse zielte darauf ab, vielfältige soziale Entwicklungsprozesse psychologisch zu erklären. Seine Gedanken und Arbeiten beeinflussten in der Folge nicht nur die moderne Psychologie, vor allem jene der angloamerikanischen Welt, sondern auch andere Gebiete des Kulturlebens, wie Ästhetik, Religionswissenschaft, Literatur und Ethnologie. Freud war nicht zuletzt auch ein bedeutender Schriftsteller.

Freud suchte die Wurzeln menschlicher Aggressivität und kultureller Höchstleistungen in vorgegebenen psychischen Strukturen, die von sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnissen nur am Rande beeinflusst werden. Insofern ist Freuds Menschenbild ein pessimistisches und das von ihm wahrgenommene therapeutische Potential relativ beschränkt; was die Psychoanalyse nach seiner Aussage leisten solle, sei: neurotisches Unglück in normales Unglück umzuwandeln.

Der biografische Text beruht zu Teilen auf dem Personeneintrag im "Fachlexikon Forscher und Erfinder" und wurde dem Austria Forum freundlicherweise seitens Nikol Verlag, Hamburg, bzw. Harri Deutsch Verlag, Frankfurt a.M., zur Verfügung gestellt. (www.harri-deutsch.de)

Freud in eigenen Worten#

  • „Dass sie dem jugendlichen Menschen verheimlicht, welche Rolle die Sexualität in seinem Leben spielen wird, ist nicht der einzige Vorwurf, den man gegen die heutige Erziehung erheben muss. […] Indem sie die Jugend mit so unrichtiger psychologischer Orientierung ins Leben entlässt, benimmt sich die Erziehung nicht anders, als wenn man Leute, die auf eine Polarexpedition gehen, mit Sommerkleidern und Karten der oberitalienischen Seen ausrüsten würde.“ - Das Unbehagen in der Kultur, 1930, Studienausgabe Band IX, Seite 260 FN
  • „Denken Sie an den betrübenden Kontrast zwischen der strahlenden Intelligenz eines gesunden Kindes und der Denkschwäche des durchschnittlichen Erwachsenen. Wäre es so ganz unmöglich, dass gerade die religiöse Erziehung ein großes Teil Schuld an dieser relativen Verkümmerung trägt?“ - Die Zukunft einer Illusion, Leipzig, 1928.
  • „Ich kann die Gestapo jedermann aufs beste empfehlen.“ - Mai 1938, Zusatz zu einem Dokument, das Freud vor seiner Ausreise aus Österreich unterschreiben musste, um zu bescheinigen, dass er nicht misshandelt wurde, zitiert in „Martha Freud: A Biography“, Glasgow, 2005, Seite 144
  • „Mit Sicherheit weiß ich nur das eine, dass die Werturteile der Menschen unbedingt von ihren Glückswünschen geleitet werden, also ein Versuch sind, ihre Illusionen mit Argumenten zu stützen. […] Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Maße es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden.“ - Das Unbehagen in der Kultur, 1930, VIII

Weiterführendes#

Werke (Auswahl)#

  • Ein Fall von hypnotischer Heilung nebst Bemerkungen über die Entstehung hysterischer Symptome durch den „Gegenwillen” (Berlin 1892/93)
  • (mit J. Breuer): Studien über Hysterie (Wien 1895)
  • Die Traumdeutung (Leipzig/Wien 1900)
  • Zur Psychopathologie des Alltagslebens (Berlin 1904)
  • Der Witz und seine Beziehung zum unbewussten (1905)
  • Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie (1905)
  • Totem und Tabu (Leipzig/Wien 1913)
  • Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse (1917)
  • Zeitgemäßes über Krieg und Tod (Wien 1915)
  • Trauer und Melancholie (1916)
  • Jenseits des Lustprinzips (Leipzig/Wien 1920)
  • Massenpsychologie und Ich Analyse (Leipzig/Wien 1921)
  • Das Ich und das Es (Leipzig/Wien 1923)
  • Die Zukunft einer Illusion (Leipzig 1927)
  • Das Unbehagen in der Kultur (Wien 1930)
  • Warum Krieg? (Wien 1933)
  • Die endliche und die unendliche Analyse (1937)
  • Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939)
  • Studienausgabe, herausgegeben von A. Mitscherlich und anderen, 12 Bände (1969)
  • Gesammelte Werke. 19 Bände, 8759 Seiten, Fischer Verlag, Frankfurt a. M. (1999)
  • Das Lesebuch. Schriften aus vier Jahrzehnten. Hg. u. komm. v. Cordelia Schmidt-Hellerau, Frankfurt a. M., Fischer 2006

Literatur#

Biografisch
  • E. Ludwig, Der entzauberte Freud, 1946
  • Alexander, D.: Sigmund Freud, Philosophenlexikon, Berlin 1982
  • Ernest Jones, Leben und Werk von Sigmund Freud, 3 Bände, (dt.) 1960-62
  • Max Schur: Sigmund Freud. Frankfurt a. M., Suhrkamp, 1982 (Freuds letzter Arzt)
  • Peter Gay: Freud. Eine Biographie für unsere Zeit, 1989
  • H. Kätzel, Sigmund Freud, ein biographischer Essay, 1992
  • Marianne Krüll: Freud und sein Vater. Die Entstehung der Psychoanalyse und Freuds ungelöste Vaterbindung. Frankfurt, Fischer, 1992
  • P. Roazen, Sigmund Freud und sein Kreis, 1997
  • Hans-Martin Lohmann, Sigmund Freud, 1998, 2006
  • O. Hejlek, Sigmund Freud für Einsteiger, 1999
  • P. Schneider, Sigmund Freud, 1999
  • R. Speziale-Bagliacca, Sigmund Freud. Begründer der Psychoanalyse, 2000
  • Linde Salber: Der dunkle Kontinent. Freud und die Frauen. Reinbek, Rowohlt, 2006
  • Eva Weissweiler: Die Freuds. Biografie einer Familie. Köln, Kiepenheuer & Witsch, 2006

Werkbezogen

  • Hans-Martin Lohmann: Sigmund Freud zur Einführung. Hamburg, Junius, 1986, 2002
  • Werner Greve u. Jeanette Roos: Der Untergang des Ödipuskomplexes – Argumente gegen einen Mythos. Bern 1996
  • Han Israëls: Der Fall Freud. Die Geburt der Psychoanalyse aus der Lüge. Hamburg, Europäische Verlagsanstalt, 1999
  • Micha Brumlik: Sigmund Freud. Der Denker des 20. Jahrhunderts. Weinheim, Beltz, 2006
  • Sieglinde Eva Tömmel: Wer hat Angst vor Sigmund Freud? Wie und warum die Psychoanalyse heilt. Frankfurt am Main 2006
  • Eli Zaretsky: Freuds Jahrhundert. Die Geschichte der Psychoanalyse. Zsolnay Verlag, München 2006

Tonaufnahme#


Österreichische Mediathek Hörprobe


Erklärung über die Emigration aus Wien und über die Entwicklung der Psychoanalyse. Ausschnitt Vortrag. London, 1938

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Quellen#


Redaktion: J. Sallachner, I. Schinnerl