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Gainschnigg, Joseph#

* 1759, Bad Gastein

† 2. 8. 1835, Lend (Salzburg)


Konstrukteur von Bergwerks- und Fördermaschinen


Joseph Gainschnigg war der Sohn eines Mesners und Lehrers. In Böckstein (Bad Gastein) kam er mit dem Bergwesen in Kontakt und trat beim Bergwerksamt in den Landesdienst ein. 1803/04 erbaute er dort eine Aufzugsmaschine mit Wasserbetrieb, die damals als Meisterwerk galt. In der Folge bildete er sich in den best eingerichteten Bergbaurevieren Kontinentaleuropas, in Sachsen und Schlesien, weiter. Nach seiner Rückkehr verfasste Gainschnigg die Pläne für einen Klausenbau an der Strub zu Oberalm im Salzburger Bezirk Hallein und für Wehrbauten am Glössbach bei Matrei in Osttirol.


1808 stellte der "K.k. Kunstmeister Joseph Gainschnigg aus Böckstein" für das Werfener Hochofenwerk ein Hochofen nach dem neuesten Stand der Technik her, der eine hohe Produktivität erzielte. 1868 errichtete der damals 68-jährige in Bad Gastein eine neue Hebemaschine für die Doktorquelle und entwarf die 8 km lange Thermalwasserleitung von Bad Gastein nach Hofgastein. 1831 leitete er den Umbau seiner 30 Jahre zuvor konstruierten Aufzugsmaschine am Radhausberg.

Quelle#

© TMW
  • Technisches Museum Wien, Archiv (Personenmappe)


Redaktion: hmw