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Grosz, Paul#

* 18. 07. 1925, Wien

† 29. 08. 2009, Wien


Kürschner, Chemiker


Paul Grosz
Paul Grosz

Paul Grosz wurde am 18. Juli 1925 als Sohn eines Kürschnermeisters in Wien geboren. Der Deportation durch die Nationalsozialisten konnte er gemeinsam mit seinem Vater entkommen und es gelang ihm, sich als "U- Boot" bis Kriegsende durchzuschlagen.

Unmittelbar nach dem Krieg erlernte Grosz das Kürschnerhandwerk, holte 1947 die Matura nach und begann ein Jahr darauf ein Chemiestudium.
Er engagierte sich im Sozialreferat der Jüdischen Hochschüler, wanderte aber 1950 in die USA aus. 1955 kehrte er nach dem Tod seines Vaters nach Österreich zurück und lernte hier seine spätere Frau Ehefrau Henriette (Henny) Drill kennen.

1972 wurde Paul Grosz erstmals in den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) gewählt und wurde 1987 deren Präsident, der er bis 1998 blieb.

In die Amtszeit von Grosz fielen unter anderem die Einrichtung des Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus.

Grosz fand für sein Wirken auch offizielle Anerkennung: 1992 wurde ihm der Titel "Hofrat" verliehen, 1999 wurde er zum "Bürger" der Stadt Wien ernannt.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Verleihung des Titels Hofrat (März 1992)
  • Ernennung zum Bürger der Stadt Wien (17. Dezember 1998; Überreichung am 19. März 1999)
  • Ernennung zum Ehrenpräsident der IKG (1987)

Weiterführendes#

Quellen#


Redaktion: H. Maurer