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Hader, Josef#

* 14. 2. 1962, Waldhausen (Oberösterreich)


Kabarettist, Schauspieler


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Josef Hader. Photographie. Um 1995
© IMAGNO/Ullstein

Josef Hader wurde am 14. Februar 1962 in Waldhausen (OÖ) geboren und wuchs am elterlichen Bauernhof in Nöchling im Waldviertel auf.

Nach dem Besuch der Volksschule in Nöchling besuchte er das Stiftsgymnasium Melk, wo er bereits Schultheater und -kabarett machte. Nach der Matura leistete er 1981 Zivildienst beim Roten Kreuz und begann ein Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte, das er allerdings 1985 abbrach.


Bereits in der Zeit als Student schrieb er sein erstes Programm "Fort Geschritten" (1982); sein zweites Programm "Der Witzableiter und das Feuer", wofür er den Kabarettpreis "Dalzburger Stier" erhielt, brachte er drei Jahre später heraus.


Josef Hader trat und tritt auch immer wieder mit Kollegen in gemeinsamen Kabarettprogrammen auf, so zum Beispiel mit Alfred Dorfer in "Freizeitmesse" (1989), mit Thomas Maurer in "Die Zwei" (1990) oder in "Jam-Session" (1995) mit Maurer und Leo Lukas. Zudem ist Hader der erste Kabarettist, der seit 1994 im Audi-Max der Wiener Universität auftritt.


Starruhm als Schauspieler erlangte Hader unter anderem durch die Rolle des Simon Brenner in den Verfilmungen der Brenner-Krimis von Wolf Haas unter der Regie von Wolfgang Murnberger.

Für seine schauspielerische Leistung im Film "Ein halbes Leben" von Nikolaus Leytner wurde Hader 2009 mit dem Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler und 2010 mit dem Grimme-Preis und einer Nominierung für die Goldene Kamera in der Kategorie "Bester deutscher Schauspieler"“ ausgezeichnet.

Daneben veröffentlichte Hader gemeinsam mit Gerhard Haderer das Buch "Sehr verehrte Österreicher" (1987) und übernahm die Rolle des Claus Peymann in Antonio Fians Dramolett "Der Triumph des Widerstandes" (1992).


--> Historische Bilder zu Josef Hader (IMAGNO)

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Salzburger Stier, 1985
  • Österreichischer Kleinkunstpreis Förderpreis, 1986
  • Deutscher Kleinkunstpreis in der Kategorie Kleinkunst, 1990
  • Österreichischer Kleinkunstpreis Hauptpreis gemeinsam mit Alfred Dorfer für Indien, 1992
  • Thomas-Pluch-Drehbuchpreis des Drehbuchforums Wien gemeinsam mit Alfred Dorfer für Indien, 1993
  • Sonderpreis Darstellung beim Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Cappuccino Melange, 1993
  • Deutscher Kabarettpreis Hauptpreis, 1993
  • Förderpreis zur Kainz-Medaille der Stadt Wien für das Programm Im Keller, 1993
  • Platin für die VHS-Kassette Privat, 1994
  • Platin für die CD Privat, 1994
  • Nestroy-Ring, 1999
  • Goldene Romy für Komm, süßer Tod gemeinsam mit Wolfgang Murnberger und Wolf Haas (von Hader nicht entgegengenommen), 2000
  • Großer Diagonale-Schauspielpreis für seine Leistungen im österreichischen Film, 2009
  • Deutscher Fernsehpreis als bester Schauspieler für Ein halbes Leben, 2009
  • Nominierung für die Goldene Kamera in der Kategorie Bester deutscher Schauspieler in Ein halbes Leben, 2010
  • Adolf-Grimme-Preis für seine Darstellung in "Ein halbes" Leben, 2010
  • Goldene Romy Bestes Drehbuch - Kinofilm für Der Knochenmann gemeinsam mit Wolfgang Murnberger und Wolf Haas (von Hader nicht entgegengenommen), 2010
  • Das große Kleinkunstfestival Berlin-Preis, 2010
  • Bayerischer Kabarettpreis Hauptpreis, 2011
  • Göttinger Elch, 2011

Werke (Auswahl)#

Kabarett

Soloprogramme

  • Fort Geschritten, 1982
  • Der Witzableiter und das Feuer, 1985
  • Im milden Westen, 1986
  • Tausche Witze gegen Geld, 1987
  • Biagn oder Brechen, 1988
  • Bunter Abend, 990
  • Die Zwei (mit Thomas Maurer), 1990
  • Im Keller, 1993)
  • Privat (mit etwa 500.000 Zuschauern das meistgesehene Kabarettprogramm in Österreich), 1994
  • Hader spielt Hader (eine Zusammenstellung von Highlights aus vorangegangenen Programmen), 1997
  • Hader muss weg, 2004
  • Hader spielt Hader (neu überarbeitet), 2011
in Zusammenarbeit mit anderen Kabarettisten
  • Freizeitmesse (mit Alfred Dorfer), 1989
  • Die Zwei (mit Thomas Maurer), 1990
  • Jam-Session (mit Leo Lukas und Thomas Maurer), 1995

Theater

  • Indien (mit Alfred Dorfer), 1991
  • Husten (als Autor), 2006

Filmrollen

  • Sternberg - Shooting Star, 1988
  • Duett, 1992
  • Cappuccino Melange (Hauptdarsteller) 1992
  • Indien (Hauptdarsteller) 1993
  • Geboren in Absurdistan, 1999
  • Der Überfall (Hauptdarsteller), 2000
  • Komm, süßer Tod (Hauptdarsteller), 2000
  • Gelbe Kirschen, 2000
  • Blue Moon (Hauptdarsteller), 2002
  • Weihnachten (TV - Film), 2002
  • Silentium (Hauptdarsteller), 2004
  • Basta – Rotwein oder Totsein (C(r)ook), 2004
  • Wie die Bibel heilig wurde - Josef Hader im heiligen Land (Dokumentarfilm, ORF/3sat), 2005
  • Heaven (Hauptdarsteller) Kurzfilm, 8 x 45, 2006
  • Jagdhunde (Hauptdarsteller), 2007
  • Randgestalten (Kurzfilm), 2008
  • Ein halbes Leben (Hauptdarsteller), 2008
  • Screen Test (Animationsfilm), 2009
  • Der Knochenmann (Hauptdarsteller)
  • Die Perlmutterfarbe, 2009
  • Durch die Nacht mit ... Josef Hader und Daniel Kehlmann (Dokumentarfilm, ZDF/ARTE), 2010
  • Aufschneider (Hauptdarsteller) TV - Zweiteiler, 2010
  • Die verrückte Welt der Ute Bock, 2010
  • Wie man leben soll, 2011

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl