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Hundstorfer, Rudolf#

* 19. 9. 1951, Wien


Politiker (SPÖ)


Hundstorfer, Rudolf
Rudolf Hundstorfer
© Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Rudolf Hundstorfer wurde am 19. September 1951 in Wien geboren.

Nach dem Besuch von Volks- und Hauptschule absovierte er von 1966 bis 1969 eine Lehre als Bürokaufmann bei der Stadt Wien, wo er anschließend als Kanzleibediensteter in die Wiener Kommunalverwaltung eintrat. Neben dem Beruf absolvierte er von 1971 bis 1976 das Bundesgymnasium für Berufstätige, wo er 1976 maturierte. 1977 legte er noch die Beamtenaufstiegsprüfung ab.

Schon als Lehrling schloss sich Rudolf Hundstorfer der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) an, einer der Teilgewerkschaften des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und trat er der SPÖ bei. Ab 1967 war er als Jugendvertrauensmann der GdG tätig, von 1971 bis 1975 war er Obmann (Vorsitzender) des GdG-Jugendausschusses.

1975 wechselte er hauptberuflich als Jugendreferent in die GdG-Organisation; von 1983 bis 1987 wirkte er dort als Organisationsreferent und dann bis 1999 als Leitender Referent.

1998 wurde er Vorsitzender der Landesgruppe Wien in der GdG, 2001 geschäftsführender Vorsitzender der GdG. Von 2003 bis 2006 war er Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) und bis Mai 2007 Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten.

Rudolf Hundstorfer war von 1990 bis 2007 Mitglied des Wiener Landtages und Gemeinderat und von 1995 bis 2007 erster Vorsitzender des Wiener Gemeinderates.

2003 wurde Rudolf Hundstorfer Vize-Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB), 2006 wurde er - als Nachfolger von Fritz Verzetnitsch - geschäftsführender Präsident, von 2007 bis 2008 war er Präsident des ÖGB.

Ab Dezember 2008 war Rudolf Hundstorfer Bundesminister für Soziales und Konsumentenschutz bzw. ab Februar 2009 Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz.

Rudolf Hundstorfer ist verheiratet und hat drei Kinder.


Rudolf Hundstorfer trat als Kandidat für die SPÖ zur Bundespräsidenten-Wahl in Österreich 2016 an: er erhielt 11,3 % der Stimmen und damit Platz 4 hinter den Konkurrenten Norbert Hofer, Alexander Van der Bellen, Irmgard Griss), womit er die Stichwahl nicht erreichte.

(Auf Grund seiner Präsidentschaftskandidatur wurde die SPÖ-Regierungsmannschaft umgebildet: Alois Stöger wurde sein Nachfolger im Sozialministerium, Gerald Klug wechselte in das Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und Hans Peter Doskozil wurde Bundesminister für Landesverteidigung und Sport.)

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Großes Goldenes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik, 2012
  • Ehrenring der österreichischen Sozialversicherung, 2016

Quellen#

Redaktion: I. Schinnerl