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Krammer, Manfred#


* 7. 6. 1961, Wien


Physiker, Teilchenphysiker


Manfred Krammer wurde am 7. Juni 1961 in Wien geboren, wo er auch aufwuchs und die Schule besuchte.

Von 1981 bis 1987 absolvierte er an der Technischen Universität Wien ein Studium der Physik, das er 1987 mit der Diplomarbeit bzw. 1990 mit der Dissertation abschloss.

Bereits seit seiner Studienzeit war Mafred Krammer eng mit dem CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, verbunden – von 1985 bis 1991 war er Mitglied der "UA1 Collaboration". Er verfasste in Genf sowohl seine Diplomarbeit ("Test of an Uranium Scintillator Calorimeter Prototype for the UA1 Experiment") als auch seine Dissertation "Design, Construction and Performance of a Warm-Liquid Calorimeter").

Seit 1987 ist er am HEPHY (Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften) tätig, wo er die Abteilung für Halbleiterdetektoren aufbaute, während er gleichzeitig am CERN ebenfalls an der Entwicklung neuer Detektoren arbeitete.

Er ist heute stellvertretender Direktor des Instituts der ÖAW, die an mehreren Projekten am CERN beteiligt ist, etwa am CMS-Experiment. (Das ist einer der beiden großen Detektoren am Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider), mit dem 2012 der Nachweis des "Higgs-Bosons" gelang). Auch Manfred Krammer ist seit 1997 in dieses Experiment eingebunden.

2012 wurde er zum Vorsitzenden des Europäischen Komitees für zukünftige Beschleuniger gewählt, wo er unter anderem an der Erarbeitung der Europäischen Strategie für Teilchenphysik und deren Umsetzung mitgewirkt hat.


Der Teilchenphysiker Doz. DI Dr. Manfred Krammer gehört dem Führungsteam der designierten CERN-Generaldirektorin Fabiola Gianotti an und wird 2016 Leiter des Department für experimentelle Physik am Europäischen Labor für Teilchenphysik CERN in Genf.

Manfred Krammer ist Vater zweier erwachsener Töchter. In seiner Freizeit liebt er Bergsteigen, Skitouren und Radfahren.


Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl