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Löbl, Karl#

* 24. 5. 1930, Wien

† 27. 1. 2014, Wien


Karl Löbl wurde am 24. Mai 1930 in Wien geboren. Nach der Matura studierte er zunächst Musikwissenschaft und Theaterwissenschaft und besuchte ein Seminar für Musikkritik.

1950 begann er als Musikkritiker bei der "Weltpresse" und gestaltete ab 1952 Hörfunk-Beiträge (zuerst für Radio Rot-Weiß-Rot, dann für die RAVAG).
1954 wechselte er als Kulturchef zu "Bild-Telegraf", später zum "Express" und schließlich zum KURIER, wo er von 1975 bis 1979 die Chefredaktion übernahm.

Seine ORF-Karriere begann Karl Löbl 1968 mit der legendären Hörfunksendung "Lieben Sie Klassik?", die er fast 30 Jahre lang gestaltete und moderierte.

Von 1980 bis 1995 war Karl Löbl Hauptabteilungsleiter für Kultur beim Österreichischen Fernsehen (ORF), ab 1993 zusätzlich auch TV-Musikchef. Von 1986 bis 1998 präsentierte er die Fernseh-Sendung „Nach der Premiere“, in der er seinen Kommentar noch während des Schlussapplauses live vom Balkon aus abgab – eine Sendung, die Kultstatus erreichte.
Von 1995 bis 2003 präsentierte Karl Löbl außerdem den "Ö1 Klassik-Treffpunkt"

Nach seiner Pensionierung 1998 schrieb er freiberuflich Opern- und Musikkritiken und übernahm die Moderation der Staatsopernmatineen „Vor der Premiere“.

Karl Löbl, der Doyen des österreichischen Kulturjournalismus, erlag am 27. Jänner 2014 seinem langjährigen Krebsleiden.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Nicolai-Medaille der Wiener Philharmoniker in Gold , 1995
  • Dr. Karl Renner Preis (für journalistische Unabhängigkeit), 1976
  • Rudolf-Henz-Ring, 1985

Werke (Auswahl)#

  • Das Wunder Karajan, 1965
  • Opern auf Schallplatten (mit R. Werba), 2 Bände, 1983
  • Der Balkonlöwe. 60 Jahre mit den Prominenten aus Oper, Theater und Fernsehen, 2013
  • Nach den Premieren, 2013

--> Historische Bilder zu Karl Löbl (IMAGNO)

Quellen#

  • AEIOU
  • ORF
  • Seifert Verlag
  • Der Standard
  • Wiener Zeitung
  • APA / OTS Presseaussendung
  • I. Ackerl, F. Weissensteiner, Österreichisches Personenlexikon der Ersten und Zweiten Republik" von Isabella Ackerl und Friedrich Weissensteiner, 1992


Redaktion: I. Schinnerl