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Lackner, Franz#

* 14. 7. 1956, St. Anna/Aigen


Weihbischof


Franz Lackner wurde am 14. Juli 1956 als Bauernsohn in St. Anna/Aigen in der Oststeiermark geboren.

Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule in St. Anna absolvierte er eine Elektrikerlehre. Nach Abschluss der Lehre war er Zeitsoldat beim Bundesheer, zwei UNO-Einsätze führten ihn 1978/79 nach Zypern, wo er begann, sich intensiv mit dem Glauben auseinanderzusetzen.

Nach seinem Heeresdienst besuchte Franz Lackner das Aufbaugymnasium in Horn, wo er 1984 die Matura ablegte und anschließend in den Franziskanerorden in Reutte in Tirol eintrat. diesen Weg schloss er fünf Jahre später mit der "Ewigen Profess" ab.

Ab 1985 studierte er Theologie an der Universität Wien, ein Auslandssemester absolvierte er in Irland. Nach der Priesterweihe, die er 1991 empfing, ging Franz Lackner zum Studium der Philosophie an das "Antonianum", die Ordenshochschule der Franziskaner in Rom. Mit der Disseration zum Thema "Einheit und Vielheit bei Johannes Duns Scotus" erlangte er sechs Jahre später das Doktorat.

Anschließend lehrte Franz Lackner von 1997 bis 1999 am "Antonianum" selbst Metaphysik und war Mitarbeiter an der Duns-Scotus-Kommission der Franziskaner. 1999 wählte ihn das Provinzkapitel der Wiener Franziskanerprovinz zum Provinzial – ein Amt, das er bis 2002 innehatte.
Ebenfalls 1999 wurde er Professor für Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule im niederösterreichischen Heiligenkreuz, wo er bis heute lehrt.

2002 ernannte Papst Johannes Paul II. Franz Lackner zum Weihbischof der Diözese Graz-Seckau; 2003 wurde er Bischofsvikar für die ständigen Diakone, die Jugendarbeit und die geistliche Berufungen. In der österreichischen Bischofskonferenz ist er Mitglied der Glaubenskommission und ist zudem für die Bereiche Charismatische Erneuerung sowie Kirche und Sport zuständig.

Franz Lackner zeigte sich immer wieder selbst sportlich – mehrmals absolvierte er etwa im Zuge des Graz-Marathons den 10,5 Kilometer langen "Cityrun" –, gilt als Fußball-begeistert - so betreute er die kirchlichen Initiativen rund um die EURO 2008 - und war bei der Organisation des Besuchs von Papst Benedikt XVI. in Wien und Mariazell federführend eingebunden.

Im November 2013 bestätigte der Vatikan die Ernennung des Grazer Weihbischofs zum 79. Erzbischof von Salzburg - als Nachfolger Alois Kothgassers. Die offizielle Amtsübergabe erfolgte im Jänner 2014.

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl