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Matzka, Manfred#

* 14. 12. 1950, Waidhofen/Thaya


Jurist
Sektionschef


Manfred Matzka
Manfred Matzka
© Bundeskanzleramt Österreich

Manfred Matzka wurde am 14. Dezember 1950 in Waidhofen an der Thaya geboren.

Nach dem Besuch von Volksschule und Gymnasium (Matura 1968) absolvierte er ab 1970 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, das er 1975 mit der Promotion zum Dr.jur. abschloss.


Bereits ab 1972 war er als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Römisches Recht tätig, ab 1975 als Assistent am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht.


Von 1980 bis 1987 war er im Verfassungsdienst im Bundeskanzleramt angestellt - zuständig insbesondere für Verfassungsrecht, Verwaltungsorganisation, Menschenrechte, Datenschutz - zuletzt war er Referatsleiter.

Von 1987 bis 1989 war Dr. Manfred Matzka Referent im Büro des Bundesministeriums für Gesundheit und öffentlicher Dienst; von 1989 bis 1993 Kabinettchef und Sektionsleiter des Bundesministers für Inneres und wurde 1993 Sektionschef für Migrations- und internationale Angelegenheiten im Bundesministerium für Inneres (Sektion für Fremden-, Asyl-, Pass-, Staatsbürgerschafts- und Migrationswesen und Koordinator der Schengen-und EU-Angelegenheiten des Ressorts).

Er hatte führende Funktionen in facheinschlägigen Leitungsgremien der Schengen- und EU-Institutionen inne.


1999 wurde Dr. Manfred Matzka zum Leiter der Sektion I (Präsidium) des Bundeskanzleramtes bestellt.


Darüber hinaus war er langjährig als Lehrbeauftragter an der Universität Wien tätig, hatte bzw. hat Kontrollfunktionen in ausgegliederten Bundeseinrichtungen inne und ist Präsident der Österreichischen Verwaltungswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG); von 2003 bis 2005 war er auch Mitglied des Österreich-Konvents.


Sektionschef Dr. Manfred Matzka verfasste zahlreiche juristische Publikationen (u.a. Monografien zum Datenschutzrecht, über Sozialdemokratie und Verfassung, zur Nationalratswahlordnung, zum Staatsbürgerschaftsgesetz, zur Europäischen Migrationspolitik), viele Aufsätze in juristischen und politikwissenschaftlichen Fachzeitschriften und Sammelbänden. Er ist aber auch als Autor von Büchern über Istrien und Wiener Repräsentationsbauten bekannt.

Werke (Auswahl)#

  • Vieler Herren Häuser. 20 Wiener Palais, 2005
  • Istrien. Ein Reiseführer für Leser, 2002
  • Staatsbürgerschaftsgesetz: Kurzkommentar, 1999

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl