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Menger von Wolfensgrün, Karl#

* 23. 2. 1840, Neusandez Neusandez (Polen)

† 26. 2. 1921, Wien


Nationalökonom


Karl Menger von Wolfensgrün. Foto., © Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU
Karl Menger von Wolfensgrün. Foto.
© Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU

Bruder von Anton Menger von Wolfensgrün und Max Menger von Wolfensgrün, Vater von Karl Menger

Er studierte Jus in Prag und Krakau und wurde 1867 promoviert und war dann mehrere Jahre im Pressebüro des Ministerratspräsidiums in Wien tätig. Ab 1871 betätigte sich als Journalist für die "Wiener Zeitung" und die "Neue Freie Presse" und veröffentlichte seine "Grundsätze der Volkswirtschaftslehre". 1872 habilitierte er sich für politische Ökonomie an der Universität Wien.

Er war ab 1876 Lehrer des Kronprinzen Rudolf und begleitete ihn auf seinen Studienreisen durch Europa. Nach der Rückkehr wurde er ordentlicher Professor für Volkswirtschaftslehre und Mitglied des Herrenhauses.


Er erwarb als Mitwirkender in der Währungsenquete-Kommission 1892 zur Einführung der Goldwährung in Österreich-Ungarn besondere Verdienste.

Porträt von Alfred Hoffmann, Universität Wien, Arkadenhof, © Rainer Lenius
Porträt von Alfred Hoffmann, Universität Wien, Arkadenhof
© Rainer Lenius
Seine "Untersuchungen über die Methode der Sozialwissenschaften und der politischen Ökonomie" bildeten die Grundlage zu der von ihm, Friedrich von Wieser und Eugen Böhm-Bawerk entwickelten Österreichischen Schule der Nationalökonomie.

1910 erhielt er das Ehrendoktorat der Universität Wien.

Karl Menger von Wolfensgrün gilt auch als Schöpfer der Grenznutzentheorie.


Er erhielt ein Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gr.0/1/88).


Im Arkadenhof der Universität Wien wurde ihm ein Denkmal von Alfred Hoffmann gesetzt und am neuen Uni-Campus wurde ihm ein Tor gewidmet.

Werke (Auswahl)#

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, 1871
  • Der Übergang zur Goldwährung, 1883
  • Ausgabe: The Collected Works, herausgegeben von F. A. Hayek, 4 Bände, 1933-36 (deutsch 1968-70).

Literatur#

  • Österreichisches Biographisches Lexikon
  • Neue Deutsche Biographie
  • F. Czeike: Historisches Lexikon Wien
  • 625 Jahre Universität Wien



Redaktion: R. Lenius