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Mlinar, Angelika Rosa#

* 29. 6. 1970, Altendorf (Stara Vas, Kärnten)


Politikerin (NEOS)
Vizepräsidentin der Europäischen Liberalen (ALDE)
Juristin, Unternehmerin


Angelika Mlinar wurde am 29. Juni 1970 im Kärntner Altendorf (Stara Vas) geboren, wo sie als Kärntner-Slowenin im zweisprachigen Gebiet aufwuchs und die Schule besuchte. So wurde sie auch zwangsläufig früh politisiert - der Konflikt zwischen Gegnern zweisprachiger Ortstafeln und Kärntner Slowenen durchzog die gesamte Gesellschaft - und setzte sich früh für die Rechte der Volksgruppe ein. Sie setzte sich aber auch immer bedingungslos für die Gleichberechtigung von Frauen ein.


Nach der Matura am Bundesgymnasium für Slowenen in Klagenfurt absolvierte Angelika Mlinat von 1988 bis 1993 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg (Diplomarbeit zum Thema "Die Unabhängigwerdung Sloweniens"), machte 1994/95 ein Masterstudium an der American University in Washington, ehe sie in Salzburg mit der Dissertation zum Thema "Frauenrechte als Menschenrechte" 1996 promovierte.

Anschließend wurde sie von Friedhelm Frischenschlager als Assistentin in das Europaparlament geholt, wo ihre Hauptarbeitsbereiche Menschenrechte und Justiz, sowie die europäische Zusammenarbeit beim Strafrecht waren.

Von 2000 bis 2005 war sie Projektleiterin (Bereich Justiz und Inneres) an der Delegation der Europäischen Kommission in Slowenien. 2005 gründete sie in Ljubliana das Unternehmen "Angelski keksi" (Herstellung von Keksen) und arbeitete außerdem als Programm-Managerin für das International Centre for Migration Policy Development (ICMPD) in Wien.

Von 2009 bis 2010 war sie als Geschäftsführerein der Slowenisches Medienzentrum GmbH (SloMedia - Slovenski medijski center) tätig und war Generalsekretärin des Rats der Kärntner Slowenen. (Sie zählte zum Kreis rund um den Rechtsanwalt Rudi Vouk, der einst mit einer Schnellfahr-Aktion mehrere VfGH-Entscheidungen zu den zweisprachigen Ortstafeln bewirkt hatte.)

2009 stieg Mag. Dr. Angelika Rosa Mlinar aktiv beim Liberalen Forum ein und wurde zur Parteivorsitzenden ("Bundessprecherin") gewählt - eine Funktion, die sie bis zur Auflösung des Liberalen Forums (Fusion mit den NEOS) im Jänner 2014 innehatte. Sie wurde stellvertretende Vorsitzende der NEOS und Spitzenkandidatin für die Europawahl 2014.

Im Juli 2014 wechselte Angelika Mlinar vom Nationalrat als Mitglied des Europäischen Parlaments ins Europaparlament. Sie gehört der ALDE-Fraktion an, deren Vizepräsidentin sie seither ist. Mit einem starken Fokus auf bürgerliche Freiheiten und die Gleichbehandlung von Frauen tritt Mlinar für eine Stärkung der liberalen Parteien in Europa ein.

Werke (Auswahl)#

  • Frauenrechte als Menschenrechte (Dissertation), 1997

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl