unbekannter Gast

Mytteis, Viktor#

* 24. 11. 1874, Schemnitz (Slowakei)

† 8. 11. 1936, Graz


Maler, Kunsterzieher


Viktor Mytteis, der aus dem Sudetenland stammende Künstler, erhielt seine Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien (bei Alexander Pock und Eduard v. Lichtenfels ) und wirkte ab 1903 als Mittelschulprofessor für Freihandzeichnen in Villach und von 1909 bis 1936 an der 2. Staatsrealschule in Graz.

Ab 1909 war er Mitglied der Genossenschaft Bildender Künstler Steiermarks.
In seinem Werk widmete er sich vorwiegend der Landschaftsmalerei, in der er in spätimpressionistischer Stilempfindung durch lockeren Ausdruck und Nuancenreichtum den Charakter steirischer Landschaften, mit Vorliebe der Ebenen und Aulandschaften, auf meisterliche Weise einfangen konnte. Eine Reihe von Ausstellungen und Auszeichnungen wurden dem Künstler zuteil.

In einer Selbstdarstellung betont Viktor Mytteis, dass ihn die reizvollen Landschaftsumgebungen von Villach und Graz in besonderer Weise beeindruckt haben. Er habe zweierlei Arten von Bildmotiven erlebt und gestaltet, solche, die man gut nur direkt von der Natur malen könne (so Waldinterieurs oder Stadtveduten) und jene, die der "Übersetzung" in einer gewissen Nachempfindung bedürfen (Stimmungsbilder, namentlich solche mit freiem Ausblick und weitem Horizont; der Künstler müsse die rasch wechselnde Stimmung in sich aufnehmen, um sie sodann im Atelier wiedergeben zu können).

Im Besitz der Neuen Galerie in Graz befinden sich, zumeist aus Ankäufen 1909 bis 1944, die Ölbilder (Lwd.) "Felsige Landschaft" und "Sonne in Laubwald" sowie (Karton) "Wintersonne", "An der Parkmauer" und "Am Bründlteich bei Graz".

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Silberne Staatsmedaille, 1908
  • Goldene Staatsmedaille, 1909
  • Silberne Medaille der Stadt Graz, 1912


Ausstellungen:

  • Gedächtnisausstellung in der Neuen Galerie in Graz, 1954
  • 5 Bilder (Öl, Lwd.) aus Familienbesitz in der Ausstellung "Grazer Malerei 1890-1950" im Künstlerhaus: "Gewitterstimmung", "Wörthersee mit Maria Wörth", "Sommertag an der Sattnitz", "Aulandschaft bei Radkersburg" und "Weg am Waldrand" ("Die Beerenpflückerin"), 1969
  • Ausstellungen in der Galerie Moser, Graz, 1962 und 1972

Literatur#

  • H. Schwarzbauer im Katalog "Grazer Malerei", 1969, 13, Nr. 34-38, Ill. Nr. 34
  • H. Schwarzbauer, "Ein liebenswerter Impressionist", in "Kleine Zeitung", Graz, 16. Nov. 1972
  • R. List, "Steirischer Impressionismus" in Südost-Tagespost, 18. Nov. 1972
  • List, 2, 656
  • Fuchs, H.: Die österr. Maler des 19. Jahrhunderts. - Wien. 3. L-R. 1973, S. K61

Quellen#



Redaktion: A. Geiger, I. Schinnerl