unbekannter Gast

Puchhammer, Hans#

* 31. 5. 1931, Wels (Oberösterreich)


Architekt


Hans Puchhammer wurde am 31. Mai 1931 in Wels geboren.

Er absolvierte von 1949 bis 1956 ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Wien, war von 1957 bis 1964 As­sis­tent am In­sti­tut für Hoch­bau für Bau­in­ge­nieure und von 1978 bis 1994 Or­di­na­rius für Hoch­bau und Ent­wer­fen an der Ar­chi­tek­tur­fa­kul­tät der TU Wien.

Als Ar­chi­tekt war Puch­ham­mer von 1950 bis 1954 Mit­ar­bei­ter im Ar­chi­tek­tur­büro von Roland Rainer.


Ab 1956 war Puchhammer als freischaffender Architekt tätig, von 1958 bis 1978 entstanden in Arbeitsgemeinschaft mit Gunther Wawrik wesentliche Arbeiten: Siedlung Goldtruhe in Brunn am Gebirge (1965 – 1966), das Landesmuseum in Eisenstadt (1967 – 1976) und das Bürohaus Grothusen in Wien (1971).


Eine intensive Reisetätigkeit führte Hans Puchhammer zu markanten Beispielen anonymer Architekturen. Eine große Anzahl von Zeichnungen, die stets vor Ort entstanden, gab den spezifischen Blick des Architekten wieder.

Das "Bauen im Bestand" zeichnete Puchhammer besonders aus, beispielgebend hierfür sind der Umbau und die Generalsanierung des Konzerthauses (1997 – 2001) sowie eine subtile Erweiterung eines Rainer-Hauses der Siedlung am Mauerberg.

Zu seinen Realisationen zählen die Katholisch-Theologische Hochschule in Linz, die Generalsanierung und Rekonstruktion des Museum Carnuntinum in Bad Deutsch-Altenburg sowie Erweiterung und Renovierung der Pfarrkirche Seewalchen am Attersee - immer gelang Puchhammer ein Dialog zwischen Alt und Neu.


Ab 1973 war er Vorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Architektur und von 1998 bis 2003 Vorsitzender des Denkmalbeirates im Bundesdenkmalamt.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Preis der Stadt Wien für Architektur, 1978
  • Großer Kulturpreis des Landes Oberösterreich, 2012

Werke (Auswahl)#

Wien:
  • Haus Widtmann, 1966-68
  • Bürohaus Grothusen, 1970-72
  • Haus Brezina, 1979-81
  • Revitalisierung Zürich-Kosmos-Haus, 1980-86

Niederösterreich:

  • Haus Markart, Perchtoldsdorf, 1960-62
  • Siedlung "Goldtruhe", Brunn am Gebirge, 1969
  • Antikenmuseum Carnuntinum, 1988-91

Burgenland:

  • Landesmuseum Eisenstadt, 1976

Oberösterreich:

  • Landwirtschaftsschule und Turnsaal Stift Lambach, 1972-82

Literatur#

  • P. M. Bode und G. Peichl, Architektur aus Österreich seit 1960, 1980

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl