unbekannter Gast

Rauch, Wolf#

* 7. 3. 1952, Graz


Informatiker
o. Univ.-Prof. Mag. Dr.


Wolf Rauch
Wolf Rauch

Wolf Rauch wurde am 7. März 1952 in Graz geboren.


Schon der Großvater, Univ.-Prof. DDr. Karl Rauch, war 1945/46 Rektor an der Uni Graz.


1955 zog die Familie nach Wien. Nach der Matura absolvierte er von 1971 bis 1976 ein Studium und promovierte 1976 zum Thema "Automatisches Exzerpieren" (er schloss als erster Student Österreichs das Studium der Wirtschafts-Informatik an der TU und der Universität Wien ab).


Als wissenschaftlicher Mitarbeiter war er an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1975-77) und am International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), einem internationalen Forschungsinstitut in Laxenburg bei Wien (1976-78) tätig, von 1977 bis 1982 war er Universitätsassistent am Institut für Statistik und Informatik der Universität Wien.


Von 1978 bis 1980 leitete Wolf Rauch das Forschungsprojekts COBIS (= Computergestütztes Büro-Informations-System) an der Universität Regensburg und von 1979 bis 1980 das Vorbereitungsprojekt zur Gründung des Fachinformationszentrums Geisteswissenschaften (FIZ 14) an der Universität Saarbrücken.
1982 habilitierte er sich mit der Schrift "Sozialwissenschaftliche Aspekte der Büroautomatisierung durch Informationssysteme" an der Universität Wien und war anschließend von 1982 bis 1984 Leiter der Sektion für Kommunikation der Gesellschaft für Information und Dokumentation in Frankfurt am Main (Deutschland).
Professor Rauch gilt als einer der Begründer des Gebietes "Informationswissenschaft".


1984 wurde Wolf Rauch zum Ordentlichen Universitätsprofessor für Betriebliche Informations- und Kommunikationssysteme an der Universität Klagenfurt berufen und baute dort die Studienversuche "Angewandte Betriebswirtschaft" und "Angewandte Informatik"auf.

1987 erfolgte die Berufung zum Ordentlichen Universitätsprofessor für Betriebswirtschaftliche Datenverarbeitung und Informationswissenschaft an die Universität Graz.

Von 1995 bis 1997 bekleidete er hier die Funktion eines Dekans (Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät) und von 1997 bis 1999 die des Rektors der Karl-Franzens-Universität Graz.

Nach einer zweijährigen Amtsperiode als Dekan der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät war Wolf Rauch von 1997 bis 1999 Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz. 1999 wirkte er als Präsident der Österreichischen Rektorenkonferenz (die mit 1.1.2008 in Österreichische Universitätenkonferenz umbenannt wurde), im Jahr 2000 als Präsident des Fachhochschulrates.


Von 2000 bis 2005 war er Landtagsabgeordneter (ÖVP).

2007 wurde er zum zweiten Mal zum Dekan der Fakultät für Sozial-und Wirtschaftswissenschaften gewählt.

Als Leiter des Instituts für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik betreut er im Rahmen der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät die Besondere Betriebswirtschaftslehre "Informationswissenschaft". Die Studierenden kommen vor allem aus den Fächern Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Soziologie und Wirtschaftspädagogik.


Arbeitsschwerpunkte von Prof. Rauch sind der Aufbau und Betrieb komplexer Informationssysteme, Informationsmanagement und Fragen der sozio-kulturellen Auswirkungen von Informationssystemen (Informationsdynamik). Er ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Vereinigungen auf dem Gebiet der Informationswissenschaft und Telekommunikation und der Zentraleuropäischen Akademie der Wissenschaften.

O.Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.soc.oec. Rauch ist Autor von 4 Büchern und über 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Informationswissenschaft. Wolf Rauch ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Vereinigungen auf dem Gebiet der Informationswissenschaft und Telekommunikation und der Zentraleuropäischen Akademie der Wissenschaften.

Wolf Rauch ist mit der Verlagslektorin DDr. Reingard Rauch verheiratet und hat drei Söhne.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • Forschungspreis Technische Kommunikation, 1982
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark, 1999
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2012

Werke (Auswahl)#

  • Automatisches Referieren und Exzerpieren, 1977
  • Delphi-Prognose in Information und Dokumentation, 1978
  • Büro-Informations-Systeme: Sozialwissenschaftliche Aspekte der Büroautomatisierung durch Informationssysteme, 1982
  • Informationskonzeption, 1985
  • Einführung in die betriebliche Datenverarbeitung, 1986
  • Was ist Informationswissenschaft? 1988
  • Mehrwert von Information - Professionalisierung der Informationsarbeit, 1994
  • Auf dem Weg zur Informationskultur. Meilensteine des Paradigmenwechsels. In: Festschrift für Norbert Henrichs: Thomas A. Schröder (Hrsg.) "Auf dem Weg zur Informationskultur. Wa(h)re Information ?" Schriften der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf, Band 32, Düsseldorf 2000
  • Wissenschaft und Forschung in der Steiermark. In: Steirisches Jahrbuch für Politik 2000, Graz 2001
  • Auch Information ist eine Tochter der Zeit. In: Information und Sprache, München 2006

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl