unbekannter Gast

Rokitansky, Carl (auch: Karl), Freiherr von#

tschechisch: Karel Rokytanský


* 19. 2. 1804, Königgrätz (heute: Hradec Králové Hradec Kralove , Tschechische Republik)

† 23. 7. 1878, Wien


Carl Freiherr von Rokitansky
Carl Freiherr von Rokitansky.
© Privatbesitz, für AEIOU

Nach Absolvierung der Schule in Königgrätz trat Rokitansky 1813 ins Gymnasium ein. 1818 begann er an der Prager Universität Medizin zu studieren, wechselte jedoch 1824 nach Wien.


Schon 1827 wurde er Sekundar-Assistent für pathologische Anatomie (Prosektur) bei J. Wagner und führte seine erste Sektion durch, der noch einige zehntausende weitere folgen sollten. Nachdem Rokitansky 1828 promoviert hatte, wurde er zum ersten Assistenten ernannt.

1832 übernahm Rokitansky vertretungsweise den Lehrstuhl, die Prosektur und das Museum, bis er nach dem Tode Wagners zum außerordentlichen Professor für pathologische Anatomie und zum Kustos ernannt wurde.
Von 1834 bis 1875 war Rokitansky an der Universität Wien angestellt.

Nachdem er eine längere Studienreise unternommen hatte, erneuerte er sein Labor durch den Kauf eines Mikroskops.
Im selben Jahr (1844) als Rokitansky zum ordentlichen Professor der Universität Wien ernannt worden war, wurde auch die Pathologie ein obligatorisches Studienfach.

Mehrmals ab 1849 war Rokitansky Dekan der medizinischen Fakultät und wurde 1852 auch als erster Mediziner zum Rektor ernannt.
Philosophisch war er gegen jegliche materialistische Einstellung, man sollte als Wissenschaftler zuvorderst immer den Menschen wahrnehmen und ihn nicht als Versuchsobjekt zu sehen beginnen (erste ethische Überlegungen in der Medizin), und stand wahrscheinlich den Theorien A. Schopenhauers nahe.

Politisch war Rokitansky zwar in einige der höchsten Ämter der österreichischen Monarchie gewählt worden (z.B. 1867 ins Herrenhaus), er blieb jedoch stets liberal eingestellt, was seine Reden oft mit einem Hauch von Ironie "würzte".


Rokitansky war einer der wichtigsten Vertreter des Hochliberalismus in Österreich, indem er den Liberalismus des Bildungsbürgertums repräsentierte. Die Phrase "Freiheit und Fortschritt" bestimmten auch die Universitäts- und Gesundheitswesenreform, die er mittrug.

An seinem 70. Geburtstag 1875 emeritierte Rokitansky.


1878 starb Carl Rokitansky nach einem Asthmaanfall. Aus Respekt vor dem berühmten Mann wurde an ihm keine Obduktion durchgeführt, die Kollegen vermuteten einen Herzinfarkt als Todesursache.

Er ist in einem Ehrengrab auf dem Hernalser Friedhof (Arkaden re., 24) bestattet.


Eine Büste von Alexius Swoboda, steht im Arkadenhof der Universität Wien, eine andere von Franz Waldmüller in der Akademie der Wissenschaften, Wien 1, Dr.-Ignaz-Seipel-Platz 1 und eine weitere im Josephinum, Wien 9, Währinger Straße 25. An der ehemaligen Allgemeinen Poliklinik in Wien 9, Mariannengasse 10, und im AKH, Frauenklinik, Wien 9, Währinger Gürtel 18-20 sind Porträtmedaillon zu sehen, und im 17. Bezirk ist ihm eine Gasse gewidmet.

Büste von Franz Waldmüller in der Akademie der Wissenschaften
Akademie der Wissenschaften
© J. Sallachner
Gedenktafel im AKH
Gedenktafel im AKH
© J. Sallachner
Büste von Franz Waldmüller im Josephinum
Büste im Josephinum
© J. Sallachner
Gedenktafel in der Polyklinik
Gedenktafel in der Polyklinik
© J. Sallachner
Eine Büste von Alexius Swoboda im Arkadenhof der Universität Wien
Büste im Arkadenhof der Universität Wien
© J. Sallachner

Medizinische Errungenschaften#

Rokitansky gilt neben Josef Škoda und Ferdinand von Hebra als einer der Begründer der Zweiten, Neuen Wiener Medizinischen Schule.

Rokitansky hatte rasch erkannt welche neuen, therapeutischen Möglichkeiten die Pathologie dem Arzt ermöglichen konnte. Er beschrieb anhand der zahlreichen Befunde aus unzähligen Autopsien (er selbst sagte "habe 70.000 Autopsien beaufsichtigt und über 30.000 selbst durchgeführt, das macht durchschnittlich zwei jeden Tag, sieben Tage die Woche, über 45 Jahre lang") ein umfassendes, noch heute gültiges Krankheitssystem und eine neue, objektive Sprache der Pathologie (zahlreiche Techniken und Krankheiten wurden nach ihm benannt - siehe Kapitel Eponyme).

Durch Rokitansky wurde die experimentelle Pathologie und die Pathologische Anatomie als selbstständiges Studienfach an der Universität Wien etabliert. Man ging weg vom philosophisch hin zum wissenschaftlich orientierten Fach; diese und diverse andere Neuerungen machten die Wiener Schule weltberühmt.

Sonderbriefmarke zum 150. Geburtstag von Rokitansky
Sonderbriefmarke zum 150. Geburtstag von Rokitansky.
© Österreichische Post

1846 präsentierte Rokitansky die Krasen-Theorie (Blutmischungslehre), die ein Gegensatz zu den Theorien R. Virchows war, der sie scharf kritisierte. Rokitansky meinte, das Blut müsse bei allen schlecht lokalisierbaren Erkrankungen verantwortlich sein. Später gestand Rokitansky ein, dass seine Theorie fehlerhaft sein könnte und korrigierte seine Lehrbücher.

Virchow blieb trotz dieser Meinungsverschiedenheiten einer seiner Bewunderer und nannte ihn sogar "Linné der pathologischen Anatomie".

Rokitansky entdeckte erstmals Bakterien, die Endocarditis (i.e. Herzbeutelentzündung) verursachen können und beschrieb die Spondylolisthesis (eine Wirbelfehlstellung), sowie Hüftdeformationen. Weiters beschäftigte er sich mit den verschiedenen Ausprägungen der Pneumonie (Lungenentzündung) etc., und etablierte die Mirco-Pathologie von Emphysemen.

Als einer von wenigen Kollegen unterstütze Rokitansky Ignaz Semmelweis, der 1847 bei der Autopsie eines seiner jung verstorbenen Kollegen zu erkennen glaubte, dass dieser sich bei einer Sektion mit den Erregern von Kindbettfieber angesteckt haben könnte.

Rokitanskys Lehrbuch der pathologischen Anatomie blieb für Jahrzehnte das Standardwerk der Pathologie.

Eponyme#

  • Rokitansky Autopsie-Technik = noch immer eine von zwei Standardmethoden der in situ Begutachtung der Viscera
  • Budd-Chiari Syndrome = eine seltene Fehlfunktion, die sich u.a. in einer Leberzirrhose oder auch einem Tumor ausdrückt
  • Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser Syndrome = Syndrom, das sich durch das Fehlen der Vagina u.a. genitalen Deformationen charakterisieren lässt
  • Rokitansky-Aschoff Sinuses = spezielle Sinuse in der Gallenblase
  • Rokitansky-Cushing ulcer = gastrointestinale hämorrhagische Komplikationen nach einer Kopfverletzung oder nach neurochirurgieschen Eingriffen
  • Rokitansky Diverticulum = Missbildungen im Ösophagus
  • Rokitansky-Maude Abbott Syndrome = besondere Form der Kardiopathie
  • Rokitanskysche Niere = Amyloidniere
  • Rokitanskys Trias = angeborener Herzfehler mit Pulmonalstenose, subaortalem Septumdefekt und Dextroposition der Aorta
  • Rokitansky's syndrome = bestimmte Art von Herzfehler

Zitate#

In der Rede über die "Solidarität alles Tierlebens" an der „Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften“ zeigte er seine Nähe zu Arthur Schopenhauers Mitleidslehre:

Wenn wir [...] Mitleid hegen und üben, erklärte er, würden wir einen Theil der Last des Leidens von den Leidenden nehmen.

Menschliche Größe zeige sich in der Befähigung, durch Aggressionsverzicht freiwillig die größten Leiden zu übernehmen. Jene, denen dies gelänge, sollten unsere großen ethischen Vorbilder sein.

Auszeichnungen, Ehrungen (Auswahl)#

  • 1848 wirkliches Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften
  • 1858 k. u. k. Regierungsrat
  • 1862 Ernennung zum Hofrat
  • 1863 medizinischer Studienreferent im Innenministerium durch Ernennung von Minister A. von Schmerling
  • 1866 Vizepräsidenten der kaiserlich-königlichen Akademie der Wissenschaften
  • 1867 von Kaiser Franz Joseph I. ins Herrenhaus des Reichsrats berufen
  • 1869-78 Präsident der k. u. k. Akademie der Wissenschaften (seit 1843 Mitglied)
  • 1870 Präsident des Obersten Sanitätsrats, Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Paris und erster Präsidenten der Anthropologische Gesellschaft
  • 1874 Erhebung in den Freiherrenstand

Publikationen (Auswahl)#

  • De varioloide vaccinica (1828), Dissertation, Universität Wien
  • Über innere Darmeinschnürung (1836), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XIX, S. 632-676
  • Über Darmeinschiebung (1837), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXIII, S. 555-599
  • Über die divertikel- ähnliche Erweiterung des Luftröhrenkanals (1838), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXV, S. 374-385
  • Über die Knochen-Neubildung auf der inneren Schädelfläche Schwangerer (1838), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXIV, S. 501-522
  • Über die sogenannten Verdoppelungen des Uterus (1838), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXVI, S. 39-77
  • Über spontane Zerreißungen der Aorta (1838), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXV, S. 24-32 und S. 219-235
  • Beiträge zur Kenntnis der Rückgratskrümmungen und der mit denselben zusammentreffenden Abweichungen des Brustkorbs und Beckens (1839), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXVIII, S. 41-54 und S. 195-211
  • Über das perforierende Magengeschwür (1839), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXVIII, S. 184-215
  • Über Tuberkel und Tuberkulose (1839), (Vortrag bei der Versammlung der k. k. Gesellschaft der Ärzte am 15.4.1839), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXVIII, S. 501
  • Bemerkungen und Zusätze, betreffend die über die faserstoffigen Gerinnungen in den Herzhöhlen, die Verknöcherung der Klappen und die fettige Entartung des Herzfleisches (1841), In: Medicinische Jahrbücher des k. k. österreichischen Staates Nr. XXXIII, S. 53-61
  • Handbuch der pathologischen Anatomie, in 3 Bänden (1842-46), Braumüller & Seidel, Wien
  • Über die Cyste als Neubildung (1849), In: Sitzungsberichte der math.-naturwiss. Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Nr. 3(6-10), S. 4-7.
  • Über die wichtigsten Krankheiten der Arterien (1851), In: Sitzungsberichte der math.-naturwiss. Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Nr. 7(6-10), S. 198ff
  • Über den Zottenkrebs (1852), In: Sitzungsberichte der math.-naturwiss. Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Nr. 8(1-5), S. 513-535
  • Über die Entwicklung der Krebsgerüste mit Hinblick auf das Wesen und die Entwicklung anderer Maschenwerke (1852), In: Sitzungsberichte der math.-naturwiss. Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Nr. 8 (1-5), S. 391-405
  • Über einige der wichtigsten Krankheiten der Arterien (1852), Denkschriften der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien Nr. 4, S.1-72
  • Über die pathologische Neubildung von Brustdrüsentextur und ihre Beziehung zum Cystosarcom (1853), In: Sitzungsberichte der math.-naturwiss. Classe der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Nr. 10(1-5), S. 134-147
  • Lehrbuch der allgemeinen Pathologie und pathologischen Anatomie (1855-1861), in 3 Bänden, Wien.
  • Zur Orientierung über Medizin und deren Praxis (1859), (Vortrag gehalten bei der feierlichen Sitzung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften am 31. Mai 1858), In: Almanach der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Wien Nr. 9, S. 119-152
  • Der selbstständige Werth des Wissens (1869), (Vortrag gehalten in der Sitzung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften am 31.5.1867), von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften genehmigte Auflage, Wien
  • Die Solidarität alles Thierlebens (1869), (Vortrag gehalten bei der feierlichen Sitzung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften am 31.5.1869), In: Almanach der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Wien Nr. 19, S. 185-220
  • Die Defecte der Scheidewände des Herzens. Pathologische anatomische Abhandlung’ (1875), Verlag W. Braumüller, Wien.
  • Selbstbiographie und Antrittsrede (1960), (Hrsg.) E. Lesky, Wien

Literatur#

  • Über Rokitanskys Handbuch der allgemeinen pathologischen Anatomie (1846), R. Virchow, In: Medicinische Zeitung Nr. 15, S. 49f., S. 237f. und S. 243f.
  • Rokitansky´s Universitäts-Programm, Teil 1-5 (1863), L. Wittelshöfer, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr. 13 (40), S. 633; Nr. 13 (41), S. 649; Nr. 13 (42), S. 665; Nr. 13 (43), S. 681; Nr. 13 (45), S. 715
  • Zeitfragen betreffend die Universität mit besonderer Beziehung auf Medicin von Carl Rokitansky (1864), J. Dumreicher, Wien
  • Karl Rokitansky und die Grundlagen der wissenschaftlichen Medizin (1874), R. Heschl, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr.7 (Separatabdruck), S. I–III
  • Zum 19. Februar 1874. Festtage zu Ehren Rokitanskys (1874), L. Wittelshöfer, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr. 24 (7), S. 135-139
  • Professor Karl von Rokitansky (1877), J. Hirschfeld, In: Galerie berühmter Kliniker und hervorragender Ärzte unserer Zeit mit deren Biographien als Beitrag zur Geschichte der Medicin, Wien
  • Gedächtniss–Rede auf Carl Freiherrn von Rokitansky, Präsident der k. k. Gesellschaft der Ärzte in Wien, gehalten in der Präsidial–Sitzung dieser Gesellschaft am 18. October 1878 vom Präsidenten- Stellvertreter Professor Dr. von Hebra (1878), F. von Hebra, In: Anzeiger der k. k. Gesellschaft der Ärzte, Separatabdruck
  • Bericht über die mathematisch-naturwissenschaftliche Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Nachruf auf Rokitansky (1879), J. Stefan, In: Almanach der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Nr. 29, S. 147-172.
  • Rede, gehalten bei der Enthüllung der Gedenktafel am Geburtshause Rokitansky’s zu Königgrätz am 3. August 1879’ (1879), A. Eduard, Reichenau
  • Aus dem Leben Rokitanskys. Skizzen, mitgeteilt bei der Enthüllung der Gedenktafel an seinem Geburtshause zu Königgrätz den 3. August 1879 (1879), R. Heschl, Wien
  • Karl Freiherr von Rokitansky (1898), J. Kyri, In: Wiener klin. Rundschau Nr. 12(26), S. 423
  • Prof. Dr. Karl Freiherr v. Rokitansky. Nekrolog (1898), R. Chrobak, In: Wiener klinische Wochenschrift Nr. 11(26), S. 642
  • Aus dem Leben Rokitanskys (1900), R. L. Heschl
  • Ist die Blastenlehre Rokitanskys berechtigt oder nicht? Eine kritisch-historische Studie (1906), M. Benedikt Moriz, In: Wiener klinische Wochenschrift Nr. 8 (Separatabdruck)
  • Führer durch das Medizinische Wien. Geschichte und Organisation (1911), A. Kronfeld, Wien
  • Die Wiener Medizinische Schule im Vormärz (1921), (Hrsg.) M. Neuburger Max, Wien (u.a.)
  • Carl Rokitansky the pathologist. The influence of his work on medical progress (1925), F. R. Menne, In: Annals of Medical History, Vol. VII, S. 379-386
  • Carl von Rokitansky (1927), R. Maresch, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr. 77, S. 269ff.
  • Rokitanskys Krasenlehre (1930), M. Müller, Archiv für die Geschichte der Medizin Nr. 23, S. 10-29
  • Grosse Ärzte (1932), H. E. Sigerist, München, 216 S.
  • Carl von Rokitansky. Ein Gedenkblatt (1934), M. Neuburger, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr. 84(14), (Separatabdruck)
  • Das Lebenswerk Rokitanskys (1934), R. Maresch, In: Wiener klinische Wochenschrift Nr. 47, S. 353-357
  • Die Lehre von Krase und Blastem hundert Jahre nach der Antrittsvorlesung Rokitansky’s in Wien (1934), B. Morpurgo, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr. 84(15), S. 403
  • Rokitansky (1934), R. Maresch, In: Wiener klin. Wochenschrift Nr. 12 (Sonderabdruck)
  • Rokitansky als Vorkämpfer der mechanischen Forschungsmethode und der idealistischen Wel.
  • Karl von Rokitansky und Rudolf Virchow (1934), R. Rössle, In: Wiener Medizinische Wochenschrift Nr. 84(15) (Sonderabdruck), S. 1-9
  • Das medizinische Wien. Geschichte, Werden, Würdigung (1947), L. Schönbauer, Wien
  • Das Werden der II. Wiener medizinischen Schule (Rede) (1950), R. Meister, In: Wiener klin. Wochenschrift Nr. 62 (1), (Sonderabdruck)
  • Zu Rokitanskys 75. Todestag (1953), H. Glaser, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr. 103 (29/30), S. 558ff.
  • Carl von Rokitansky (1954), L. Schönbauer, In: Wiener klinische Wochenschrift Nr. 66(8), S. 131-134
  • Carl Rokitansky. Anlässlich seines 150. Geburtstages (1954), E. Berghoff, In: Wiener Med. Wochenschrift Nr. 104 (8), S. 160f.
  • Carl Freiherr von Rokitansky zum 150. Geburtstag (1954), W. Denk, In: Wiener klin. Wochenschrift Nr. 66 (8), S. 129f.
  • Karl von Rokitanskys Bedeutung für die pathologische Anatomie (1954), H. Chiari, (Vortrag gehalten am 19.2.1954 in der Sitzung der Gesellschaft der Ärzte in Wien anlässlich der 150. Wiederkehr des Geburtstages Carl Freiherr von Rokitanskys), In: Wiener klinische Wochenschrift Nr. 66(8), S. 134-137.
  • Karl Rokitansky. Gedenkworte seines Enkels Dr. Karl Freiherr von Rokitansky (1954), In: Sonderabdruck aus „Österreichische Furche“ Nr. 8 (20. Februar 1954)
  • Carl von Rokitansky (1957), E. Lesky, In: Grosse Österreicher Band 12, Zürich (u.a.), S. 38–51.
  • Notes on Carl von Rokitansky’s Autobiography and Inaugural Address (1961), P. Klemperer, In: Bulletin of the History of Medicine, Vol. 35, S. 374-380
  • Ein unbekanntes Bild. Rokitansky als Rector magnificus (1962), E. Lesky, In: Ciba-Symposium Nr. 10(4), (Sonderabdruck), S. 194-197
  • Die Wiener medizinische Schule im 19. Jhdt. (1965), E. Lesky, In: Studien zur Geschichte der Universität Wien in Band 6, Graz & Köln
  • The Medical School of Vienna and of Prague (1967), O. Matoušek, In: Medizin-historisches Journal Nr. 2(2), S. 99-106
  • Die Autobiographie von Karl Rokitansky im Licht der böhmischen Quellen (1968), Z. Hornof, In: Clio medica Vol. 3 (4), S. 373-378
  • Virchow's Review of Rokitansky's „Handbuch“ in the „Preussische Medizinal-Zeitung“, Dec. 1846 (1969), L. J. Rather, In: Clio Medica Vol. 4(2), S. 127-140
  • Carl Freiherr von Rokitansky (1973), O. Rokitansky, In: Tausend Jahre Österreich. Eine biographische Chronik 2: Vom Biedermeier bis zur Gründung der modernen Parteien, (Hrsg.) W. Pollack, Wien & München, S. 351-357
  • Wien und die Weltmedizin. 4. Symposium der Internationalen Akademie für Geschichte der Medizin, veranstaltet im Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien 17.-19. September 1973 (1974), (Hrsg.) E. Lesky, Wien
  • Rokitanskys Krasenlehre: Abweg oder Umweg zur Immunbiologie? (1976), H. Wyklicky, In: Österreichische Ärztezeitung Nr. 23, S. 2
  • Carl von Rokitansky (1978), K. Sablik, In: Arzt, Presse, Medizin Nr. 4, S. 6ff.
  • Carl von Rokitansky (1804-1878) (1978), E. Lesky, In: 32. Österreichischer Ärzte-Kongreß/ Van-Swieten-Tagung Wien, 23.-28. Oktober 1978, S. 6-9
  • Die Wiener Medizinische Schule (1978), E. Lesky
  • Carl Rokitansky – Nineteenth-century pathologist and leader of the New Vienna School (1979), R. J. Miciotto, Dissertation, Johns Hopkins University, Baltimore
  • Meilensteine der Wiener Medizin. Große Ärzte Österreichs in drei Jahrhunderten (1981), (Hrsg.) E. Lesky, Wien
  • Die großen Ärzte (1982), (Hrsg.) P. Wiench
  • Van Swietens Erbe: Die Wiener Medizinische Schule heute in Selbstdarstellungen (1982), (Hrsg.) K. Spitzy & I. Lau, Wien (u.a.)
  • Ein unbekanntes Dokument von Carl Freiherr von Rokitansky. Eidespflicht eines anatomisch-pathologischen Prosektors im allgemeinen Krankenhause (1984), K. Portele, In: Mitteilungen des Pathologisch-anatomischen Bundesmuseums in Wien Nr. 1, S. 37ff.
  • Einige Bemerkungen zu Rokitansky (1986), K. Portele, In: Mitteilungen des Pathologisch-anatomischen Bundesmuseums in Wien Nr. 1, 59ff.
  • Oscar Wildes Vater über Metternichs Österreich. William Wilde – ein irischer Augenarzt über Biedermeier und Vormärz in Wien (1989), (Hrsg.) I. Montjoye, In: Studien zur Geschichte Südosteuropas, (Hrsg.) G. Hering, Band 5, Frankfurt am Main (u.a.)
  • Geschichte der Medizin (1990), W. Eckart, Springer Verlag, 210 S.
Carl von Rokitansky Gedenkplatte
Carl von Rokitansky Gedenkplatte in Hradec Králové (Tschechien)
Foto: Manka. Aus: Wikicommons unter CC
  • What people call pessimism. Sigmund Freud, Arthur Schnitzler and Nineteenth-Century Controversy at the University of Vienna Medical School (1991), M. Luprecht, Riverside
  • Der Beginn der Zweiten Wiener Medizinischen Schule. Ein philosophisch-medizinischer Paradigmenwechsel (1995), K. Sablik, In: Verdrängter Humanismus. Verzögerte Aufklärung, Band 3: Bildung und Einbildung vom verfehlten Bürgerlichen zum Liberalismus. Philosophie in Österreich (1820-1880), (Hrsg.) M. Benedikt, R. Knoll & J. Rupitz, Wien
  • Primum humanitas, alterum scientia (2000), F. Seebacher, In: Die Wiener Medizinische Schule im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik, Dissertation, Universität Klagenfurt
  • Carl Freiherr von Rokitansky. Wegbereiter der Pathologischen Anatomie (2001), R. Sedivy, Wien, 28 S.
  • Histopathologie in der Wiener Medizinischen Schule: Carl von Rokitansky und seine Schüler (2001), G. Dhom, In: Geschichte der Histopathologie, Berlin & Heidelberg
  • Pancreatic diseases past and present: a historical examination of exhibition specimens from the Collectio Rokitansky in Vienna (2002), R. Sedivy & B. Patzak, In: Virchow’s Archiv Nr. 441, S. 12-18
  • Carl Rokitansky und die Ambivalenz zwischen Naturphilosophie und Naturwissenschaft (2004), R. Sedivy, In: Naturwissenschaftliche Rundschau Nr. 57(12), S. 661-669
  • Carl Freiherr von Rokitansky – zum 200. Geburtstag. Eine Jubiläumsgedenkschrift (2004), O. Rokitansky, In: Wiener klinische Wochenschrift Nr. 116(23), S. 772-778
  • Carolus Rokitansky – conditor pathologicae anatomiae: on the occasion of his 200th anninversary (2004), (Gast-Hrsg.) R. Sedivy, In: Wiener klinische Wochenschrift Nr. 116(23), Sonderausgabe
  • Der beste deskriptive Pathologe aller Zeiten. Auf Spurensuche im Alten Medizinischen Wien Folge 61 (2004), In: Ärztewoche Jahrgang 18 (5)
  • Ein Leben an der Schwelle (2004), A. M. Rokitansky, In: Wiener Medizinische Wochenschrift Nr. 154 (19-20), S. 454-457
  • Reflexionen des Frauenarztes der Gegenwart auf das pathologisch-anatomische Lebenswerk Carl Freiherr v. Rokitansky (2004), A. Schaller, In: Wiener Medizinische Wochenschrift Nr. 154 (19/20), S. 477-481
  • Rokitansky und Virchow – die Giganten der Pathologie in disputatio (2004), C. Andree, In: Wiener Medizinische Wochenschrift Nr. 154 (19/20), S. 458-466
  • Themenschwerpunkt: 200 Jahre Carl Freiherr von Rokitansky (2004), (Hrsg.) R. Sedivy, In: Wiener Medizinische Wochenschrift Nr. 154 (19/20)
  • Wir würden wieder einen Rokitansky brauchen (2004), R. Harsieber, (Kommentar), In: Medical Tribune, 36. Jahrgang, Nr. 11
  • 200. Geburtstag des Pathologen Carl Freiherr von Rokitansky (2004), In: ÖAZ - Österreichische Apotheker-Zeitung, 15.3.2004
  • 200. Geburtstag von Carl Freiherr von Rokitansky. Ein Wendepunkt in der Medizin (2004), In: Medical Tribune, 36. Jahrgang, Nr. 11
  • Carl Freiherr von Rokitansky. Pathologe – Politiker – Philosoph – Begründer der Wiener Medizinischen Schule des 19. Jhdts. (2005), (Hrsg.) H. Rumpler, H. Denk & C. Ottner, (Gedenkschrift zum 200. Geburtstag), (Hrsg.) Österreichische Akademie der Wissenschaften und der Gesellschaft der Ärzte in Wien, Wien (u.a.), 352 S.
  • Carl Freiherr von Rokitansky (2006), H. Rumpler, Böhlau Verlag, Wien
  • Freiheit der Naturforschung! – Carl Freiherr von Rokitansky und die Wiener Medizinische Schule. Wissenschaft und Politik im Konflikt (2006), F. Seebacher, Schriftenreihe der Kommission für Geschichte der Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin Band 56, 204 S.

Weiterführendes#

Quellen#

  • AEIOU
  • Karl Freiherr von Rokitansky (1986), H. Wyklicky, In: Sonderdruck Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950, Wien.
  • Das große Buch der Österreicher – 4500 Personendarstellungen in Wort und Bild (1987), Verlag Kremayr & Scheriau, Wien, 615 S.
  • Lexikon der Naturwissenschaftler – Astronomen, Biologen, Chemiker, Geologen, Mediziner, Physiker (1996), (Hrsg.) D. Freudig et al., Spektrum, Akad. Verlag, Heidelberg (u.a.), 505 S.
  • Personenlexikon Österreich (2002), (Hrsg.) E. Bruckmüller, Wien, 575 S.
  • Fachgruppe Pathologie Wien / www.fgpw.at


Redaktion: J. Sallachner