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Rosenauer, Josef#

* 26. 2. 1735, Kalsching / Chvalšiny (Tschechien)

† 15. 3. 1804


Ingenieur


Josef Rosenauer entstammte einer Waldbauernfamilie auf den böhmischen Schwarzenberg-Gütern. Als 15-jähriger wurde er Gehilfe des Fasanjägers der Herrschaft, mit 23 dem Forstamt in Krumau zugeteilt. Dort fiel er positiv auf, sodass der Fürst den fast 30-jährigen zum Studium an die Ingenieurschule nach Wien-Gumpendorf schickte. 1771 wurde Rosenauer zum fürstlichen Ingenieur ernannt. Aus dem Jahr 1780 stammt sein erstes Projekt, zur Flößbarmachung eines Teiles Moldauabschnitts für die Versorgung mit Bau- und Brennholz. Aus Kostengründen wurde es nicht verwirklicht.


1775 begann Josef Rosenauer er mit der Planung, 1789 mit dem Bau des Schwarzenberg'schen Schwemmkanals ("Wiener Schwemmkanal"). Bis 1810 erfolgte der Ausbau auf eine Länge von 52 km. Dadurch konnten die Holzbestände des Plöckensteins zur Holzversorgung Wiens erschlossen werden. Das Unternehmen erwies sich schon nach fünf Jahren gewinnbringend. Es folgte der Auftrag einer Schwemmanlage für die Hackelberg'sche Herrschaft in Oberösterreich. Kurz vor seinem Tod plante Rosenauer noch den Stubenbacher Schwemmkanal für Fürst Schwarzenberg, der an dessen Geburtshaus und am Beginn des Wiener Schwemmkanals Erinnerungstafeln anbringen ließ. Die Stadt Prag verlieh Josef Rosenauer das Bürgerrecht.

Quelle#


© TMW
  • Technisches Museum Wien, Archiv (Personenmappe)


Redaktion: hmw