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Rutschmann, David#

* 5. 10. 1726, Lembach im Schwarzwald

† 4.2.1796, Wien


Mönch, Uhrmacher


David Rutschmann
David Rutschmann
© Bildarchiv der ÖNB, Wien

David Rutschmann erlernte in seiner Heimat die Tischlerei, Wanderjahre als Geselle führten ihn nach Wien. 1754 trat er - nun David a San Cajetano - als Laienbruder in den Orden der Unbeschuhten Augustíner in Mariabrunn ein. Seine Oberen gaben ihm Gelegenheit, sich auf dem Gebiet der Physik, Mathematik und Astronomie zu bilden und komplizierte Uhren zu konstruieren. 1760 versetzte ihn der Orden an sein Hofkloster nach Wien, wo Rutschmann berühmt gewordene Kunstuhren baute: für das Stift Zwettl, das Zeughaus der Stadt Wien, Fürst Schwarzenberg und das Augustiner-Kloster. Bei seinen astronomischen Uhren soll Frater David das Differenzialgetriebe erfunden haben. Sie zeigten, auf mehreren Zifferblättern u.a. Angaben, Planetenstellungen, Mondphasen und Sonnenfinsternisse. Sein Meistewerk, die 1769 vollendete Kunstuhr nannte er "Horologium astronomicum-systematicum". Sie befindet sich im Uhrenmuseum der Stadt Wien.

Quelle#


© TMW
  • Technisches Museum Wien, Archiv (Personenmappe)


Redaktion: hmw