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Salm, Franz Xaver Altgraf #

(auch Salm-Reifferscheidt)


* 1. 2. 1749, Wien

† 19. 4. 1822, Klagenfurt (Kärnten)


Fürstbischof von Gurk, Kardinal
Kunst- und Naturfreund


Franz Xaver Altgraf Salm, Gemälde von F. Linder, 1794, © Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU
Franz Xaver Altgraf Salm
Gemälde von F. Linder, 1794
© Bildarchiv der ÖNB, Wien, für AEIOU

Franz Xaver Salm wurde am 1. Februar 1749 als Sohn des Altgrafen Anton Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Raitz in Wien geboren.


Er absolvierte er am Theresianum in Wien seine Studien, unternahm ab 1769 Studienreisen nach Deutschland, Frankreich, Italien und England und studierte in Rom Theologie, wo er am 1775 die Priesterweihe empfing.

1783 wurde er zum Fürstbischof von Gurk ernannt und 1784 zum Bischof geweiht.


Salm-Reifferscheidt achtete in seiner Diözese streng auf die Durchführung der kirchenpolitischen Gesetze Kaiser Joseph II.; er konnte im Zuge der josephinischen Diözesanregulierung eine bedeutende Vergößerung des Gurker Diözesansprengels erreichen und verlegte 1789 den Bischofssitz von Straßburg im Gurktal nach Klagenfurt.


Als Förderer zahlreicher gemeinnütziger, künstlerischer und wissenschaftlicher Projekte in Kärnten bewilligte er (auch auf Betreiben seines Generalvikars Sigismund von Hohenwart) die Geldmittel für vier Expeditionen (1799 bis 1806) zur ersten Besteigung des Großglockners.

Dies führte 1799 zur Erstbesteigung des Kleinglockners (an dieser Expedition nahm er selbst teil) und 1800 zur Erstbesteigung des Großglockners und leitete damit in Österreich die Verbreitung des hochalpinen Bergsteigens ein. Auf dem Glockner ließ Fürstbischof Salm-Reifferscheid auf der 'Adlersruhe' in 3454 m Höhe die höchstgelegene Schutzhütte Österreichs errichten.


Fürstbischof Franz Xaver Salm-Reifferscheid, der 1816 von Papst Pius VII. zum Kardinal erhoben wurde, trat auch als Wohltäter und Beschützer der bedrängten Bevölkerung in der Zeit der napoleonischen Besatzung auf.


Seine Wohltätigkeit, sein Mäzenatentum und auch seine teure Hofhaltung führten schließlich zu seinem finanziellen Ruin: 1821 musste sich der völlig verarmte Fürstbischof mit einer kleinen Wohnung im Priesterseminar begnügen.

Am 19. April 1822 starb Fürstbischof Salm an den Folgen eines Schlaganfalls.

Literatur#

  • I. U. Rauber-Zimmer, F. X. Salm, Carinthia I, 161, 1972
  • F. X. Salm, Ausstellungskatalog, Klagenfurt 1993

Quellen#



Redaktion: I. Schinnerl