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Salmhofer, Franz#

* 22. 1. 1900, Wien

† 22. 9. 1975, Wien


Komponist, Dirigent, Dichter, Operndirektor


Franz Salmhofer
Franz Salmhofer, Photographie. 1937
© IMAGNO

Franz Salmhofer wurde am 22. Jänner 1900 in Wien geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Sein musikalisches Talent wurde früh offenkundig und so wurde er schließlich Sängerknabe im (steirischen) Admont. Als sein Vater als Kriegsinvalide aus dem Ersten Weltkrieg heimkehrte, musste er aber mit seinen musikalischen Fähigkeiten vor allem zum Lebensunterhalt der Familie beitragen.


Trotzdem studierte Franz Salmhofer in Wien bei Franz Schmidt und Franz Schreker Klarinette, Komposition und Musikwissenschaft.


Es entstanden Komposition in den verschiedensten Stilrichtungen, und ab den späten 1920er Jahren war er quasi der Hauskomponist und Hauskapellmeister des Wiener Burgtheaters, für das er hunderte Schauspielmusiken schrieb.


Nach dem 2. Weltkrieg übernahm er die Direktion der Wiener Staatsoper (bis 1955). Damals im Theater an der Wien untergebracht, erlebte das Haus in der Ära Salmhofer trotz der schweren Nachkriegsjahre eines der reichsten Kapitel seiner Geschichte.

Franz Salmhofer
Franz Salmhofer, Photographie. 1957
© IMAGNO

Salmhofer wurde im Laufe seiner Tätigkeit als Staatsoperndirektor zu einem absoluten Wiener Original - er war vielleicht der allerletzte wirkliche Theaterprinzipal alter Schule.


Mit der Wiedereröffnung des Hauses am Ring, 1955, übersiedelt er jedoch in die Volksoper, die er noch 8 Spielzeiten lang leitete.


Salmhofer holte auch Marcel Prawy an sein Haus und öffnete es damit für das amerikanische Musical.



Franz Salmhofer starb am 22. September 1975 in Wien, er ist in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.


--> Historische Bilder zu Franz Salmhofer (IMAGNO)

Auszeichnungen, Ehrungen#

  • Ehrenring der Stadt Wien, 1970
  • Professor, Hofrat und erstes Ehrenmitglied aller drei österreichischen Bundestheater

Werke (Auswahl)#

  • Symphonien, Kammermusik, Lieder, Ballette (u. a. "Das Weihnachtsmärchen", 1931)
  • Opern (u. a. "Iwan Tarassenko", 1938, 1948)
  • Musik zu rund 300 Bühnenstücken und Filmmusik
  • Lieder (u.a. Vertonungen von Karl Heinrich Waggerls "Heiterem Herbarium")

Quellen#

  • AEIOU
  • I. Ackerl, F. Weissensteiner, Österreichisches Personenlexikon der ersten und zweiten Republik, 1992
  • ORF



Redaktion: I. Schinnerl